Käse & Wein
Käse und Wein – ein Klassiker der kulinarischen Genüsse! Dabei sind es – entgegen der landläufigen Meinung – häufiger die Weiß- als die Rotweine, die den Genuss erst so richtig vollenden. Auf jeden Fall finden sich unter den vielfältigen hervorragenden deutschen Weinerzeugnissen garantiert zahlreiche passende Begleiter zu allen Käsevariationen.
Fakten
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20,68kg
ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse in Deutschland
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4
beliebteste Sorten sind Gouda, Emmentaler, Camembert und Frischkäse
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2%
Marktanteil entfällt auf rein pflanzlichen Käse
Bei der Weinauswahl zu Käse dürfen ein paar grundsätzliche Überlegungen angestellt werden: So passen Käse und Wein aus derselben Region aufgrund derselben klimatischen und geografischen Gegebenheiten häufig gut zusammen. Für das Zusammenspiel der Aromen gilt, dass Käse und Wein ungefähr gleich kräftig oder mild sein sollten. Je gereifter der Käse ist, desto gehaltvollere und vollmundigere Weine sind zu empfehlen. Zu Käsesorten mit feinem Aroma passt dagegen ein
dezenter, filigraner Wein.
Säuerliche, salzige oder sehr geschmacksintensive Käsesorten benötigen einen lieblichen Wein als Gegengewicht, also edelsüße Weine wie Trockenbeerenauslesen oder Eisweine. Säurebetonte Weine hingegen eignen sich gut zu cremigen Käsesorten, während sie festeren Käse häufig bitter erscheinen lassen. Je härter der Käse ist, desto mehr Gerbstoffe des Weins kann er vertragen.
Welcher Wein passt nun am besten zu welcher Käseart?
Zu mildwürzigem Weichkäse mit weißem Schimmel wie Brie oder Camembert harmonieren leicht würzige Weißweine mit dezenter Säure, etwa ein halbtrockener Riesling. Auch Rotweine mit weniger Gerbstoffen, etwa ein Spätburgunder, Schwarzriesling oder Trollinger eignen sich ebenso dazu wie ein Burgundersekt.
Zu einem Rotschimmelkäse ist ein Gewürztraminer ein idealer Partner. Ein frischer Grauburgunder oder auch fruchtige bis gehaltvolle Rotweine wie ein Spätburgunder oder können dazu gereicht werden. Den sehr würzigen Käse mildert man auch gut mit süßeren Bukett-Weinen wie einem Muskateller.
Blauschimmelkäse enthält eine kräftige Süße, weil Fett unter anderem in Glyzerin abgebaut wird. Da sich die Süße gegenseitig geschmacklich aufhebt, muss eine Balance zwischen Käse und Wein erreicht werden. Das Säure-Süße-Spiel hochwertiger lieblicher bis edelsüßer Rieslinge wie Spätlesen, Auslesen oder Eisweine bietet hier ein interessantes Geschmackserlebnis.
Zu milden Schnittkäsesorten wie jungem Gouda, Edamer oder Butterkäse lässt sich ein junger fruchtbetonter beeriger Spätburgunder gut kombinieren, ebenso ein trockener Silvaner mit schönen Kräuternoten oder auch ein cremiger Grauburgunder.
Kräftigere Schnittkäse wie mittelalter Gouda, junger Bergkäse, Appenzeller oder Gruyère vertragen einen fruchtig trockenen Rotwein wie Trollinger, Merlot oder Dornfelder sehr gut. Als Weißwein empfiehlt sich dazu ein feinherber Riesling oder ein traditioneller Gutedel.
Zu einem jungen milden Hartkäse, Allgäuer Emmentaler oder Bergkäse eignen sich trockene aber fruchtige Weißweine wie ein ganz junger Weißburgunder oder leichtere Rotweine mit nicht zu schwerem Alkoholgehalt wie beispielsweise ein Trollinger. Zu einem reiferen Hartkäse, der kräftiger und würziger daherkommt, bietet sich ein gehaltvoller Grauburgunder oder Chardonnay an – oder aber ein kräftiger, intensiver Rotwein.
Mildwürzige Ziegen- und Schafskäse passen ideal zu eher jungen leichten Weißweinen wie fruchtigem Silvaner oder Weißburgunder, aber hier darf auch einmal ein spritziger, frischer Rosé zum Zuge kommen. Nicht allzu schwere edelsüße Weine harmonieren hier ebenfalls.
Milchsäurebetonte Frischkäse harmonieren am besten mit säurearmen, fruchtbetonten Weißweinen mit dezenter Restsüße wie einem süßen bis lieblichen Müller-Thurgau oder einem leichten Silvaner.
Welcher Wein passt zu säuerlichem, salzigem oder sehr geschmacksintensivem Käse?
Zu kräftigen und würzigen Käsesorten bilden edelsüße Weine, Trockenbeerenauslesen oder Eisweine ein schönes Gegengewicht.
Rebsorten
Weitere Rezeptideen
mit Äpfeln und Nüssen Flammkuchen
mit Äpfeln und Nüssen
- 250 Gramm Weizen- oder Dinkelmehl
- 150 Gramm Crème fraîche
- 150 Gramm körniger Frischkäse
- 2 säuerliche Äpfel
- 1 - 2 Zwiebeln
- 30 Gramm Walnüsse oder Haselnüsse
- 15 Gramm Hefe
- 1 EL Zucker
- 2 EL Olivenöl
- 2 Zweige frischer Thymian
- Nach Bedarf Salz & Pfeffer
- 200 ml warmes Wasser
Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde hineindrücken. Die Hefe in wenig warmem Wasser auflösen und in die Mulde geben. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und zunächst 10 Minuten gehen lassen. Dann den Vorteig mit den Knethaken eines Handrührers kneten und nach und nach das warme Wasser, das Öl und ½ TL Salz einarbeiten. Den fertig gekneteten Teig gehen lassen, bis er etwa das doppelte Volumen erreicht hat (ca. eine halbe Stunde, an einem warmen Ort).
Die Zwiebeln in Spalten schneiden. Die Nüsse grob hacken. Die Äpfel entkernen, in Scheiben schneiden (je dicker die Apfelscheiben, desto saftiger der Flammkuchen) und mit dem Zucker bestreuen.
Nach dem Ruhen den Teig teilen und jede Hälfte auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen. Den Backofen auf 220 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Creme fraîche gleichmäßig auf den Flammkuchen verteilen und mit den Apfelscheiben und Zwiebelspalten belegen. Den Frischkäse darüber verteilen und die Nüsse darüberstreuen. Mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen.
Auf der untersten Schiene 12 – 15 Minuten backen und vor dem Servieren mit dem frischen Thymian bestreuen.
- Riesling (halbtrocken & feinherb)
- Riesling (lieblich)
zu trockenem Winzersekt Sekt-Limetten-Dessert
zu trockenem Winzersekt
- 300ml Winzersekt
- 4 Limetten
- 100g Zucker
- 30g Speisestärke
- 100g Butterkekse
- 50g ungesalzene Butter
- 2 Eiweiße
- 50g grieschicher Joghurt
- 150g Schlagsahne
Winzersekt und Zucker in einen Topf geben. Den restlichen Sekt kühl stellen. 1 Limette heiß abwaschen und die Schale fein abreiben. Die Limette und 2 weitere halbieren, den Saft auspressen und mit der Speisestärke verrühren. Alles in den Topf geben und alles kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen und die Creme im Kühlschrank kaltstellen.
Nun die Butterkekse in einen Gefrierbeutel füllen, mit einem Nudelholz zerkleinern und in eine Schüssel geben. Butter im Topf schmelzen, über die zerbröselten Butterkekse gießen, eine Prise Salz hinzufügen und alles gut vermengen. Kurz abkühlen lassen, die Hälfte in großen Weingläsern verteilen und fest andrücken.
Übrige Limette in Scheiben schneiden. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Den Joghurt unter die abgekühlte Sekt-Limetten-Creme rühren. Schlagsahne steif schlagen und mit dem Eischnee nacheinander unter die erkaltete Creme heben. Die Hälfte auf Weingläser verteilen, eine weitere Schicht Butterkekse zugeben und mit einer Creme-Schicht abschließen. Mit Limettenscheiben garnieren und den restlichen Winzersekt einschenken. Anstoßen und genießen!
- Riesling (trocken)
- Weißburgunder (trocken)
der „Frankfurter Grünen Sauce“ Quiche mit Kräutern
der „Frankfurter Grünen Sauce“
- 200 Gramm Mehl
- 100 Gramm Butter
- je 1 Bund Kräuter für Frankfurter Grüne Sauce (Petersilie, Kresse, Kerbel, Borretsch, Sauerampfer, Schnittlauch, Pimpernelle)
- 100 - 125 Gramm Schwarzwälder Schinken
- 7 ganze Eier
- 125 ml Sahne
- 100 Gramm Frischkäse
- 1 EL Zitronensaft
- nach Geschmack Salz & Pfeffer
Mehl und Butter mit 4 EL Wasser und ¼ Teelöffel Salz zu einem glatten Teig kneten. Eine Form damit auskleiden und 30 Minuten kühl stellen.
4 Eier hart kochen. Kräuter der Frankfurter grünen Sauce waschen, abtropfen und fein schneiden. Schinken hauchdünn schneiden und auf dem Teigboden verteilen. Die hart gekochten Eier kleinhacken und darüber verteilen. 3 Eier, Sahne und Frischkäse mischen und mit 1 EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und dann die Kräuter unterheben. Die Mischung auf den Teigboden verteilen.
Bei 180 °C (Gas Stufe 4) auf der mittleren Schiene des Backofens etwa 30 Minuten backen.
- Riesling (trocken)
mit Birnen, Bohnen, Petersilienwurzeln und schwarzen Nüssen Rehmedaillons
mit Birnen, Bohnen, Petersilienwurzeln und schwarzen Nüssen
- 12 Stück Rehmedaillions (a 80g)
- 30 Gramm gebratene Speckstreifen
- 200 ml Bechamelsauce
- 3 EL Sonnenblumenöl
- 8 kleine Petersilienwurzeln mit Grün (alternativ Knollensellerie)
- 6 - 8 breite Schnippelbohnen
- 1 große Birne
- 4 - 6 schwarze Walnüsse
- 100 ml Wildfond
- 2 EL Butter
- 2 Stängel glatte Petersilie
- nach Geschmack Salz
Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Petersilienwurzeln putzen, schälen und zurecht schneiden. Bohnen putzen und schräg in Stücke schneiden. Petersilienwurzeln und Bohnen separat in kochendem Salzwasser blanchieren und sofort in Eiswasser abschrecken.
Die Nüsse achteln und im Wildfond erwärmen. Die ungeschälte Birne waschen, achteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten schneiden. Die Rehmedaillons von beiden Seiten in Öl anbraten, dann im Backofen ca. 3 – 5 Minuten fertig garen.
In der Zwischenzeit Bohnen und Petersilienwurzeln in aufgeschäumter Butter schwenken und salzen. Das Gemüse mit den schwarzen Nüssen sowie den Birnenspalten auf großen Tellern anrichten. Die Medaillons platzieren, mit Wildfond, Béchamelsauce sowie Speckstreifen garnieren.
Tipp: Schwarze Nüsse können selbst hergestellt werden. Dafür die Walnüsse rundum mit einer Gabel oder einem Spieß einstechen und 10 Tage in Wasser legen. Dabei täglich das Wasser wechseln, damit die Gerbsäure abfließen kann. Die Nüsse 3 Mal in Salzwasser aufkochen, bis sie tiefschwarz sind. Mit Lorbeerblättern und Pfefferkörnern ca. 20 Minuten einkochen, bis sie weich sind. In Einmachgläser schichten und mit Sirup bedecken. Die Nüsse sind ca. 1 Jahr haltbar.
- Spätburgunder (trocken)
- Grauburgunder (trocken)