Brot & Wein

verschiedene Sorten Brot

Brot und Wein verbindet eine Jahrtausende lange gemeinsame Geschichte, denn beide Kulturgüter basieren auf der Kunst der Fermentation. Die kulinarische Partnerschaft lässt sich bis ins Alte Testament zurückverfolgen und ist heute aktueller denn je. Mit Liebe und Handwerkskunst hergestellte Genussmittel erleben eine Renaissance, von der Bäcker wie Winzer profitieren können.

Fakten

  • 25-30° C

    ist die optimale Temperatur für die Teiggärung

  • 15-25° C

    braucht der Wein, je nach Weinart, zum Gären

Auch wenn man der Kombination von frischem Weizenbaguette und einem Glas Rotwein immer wieder begegnet: Rein sensorisch passt zu einem hellen, also eher mild gerösteten Baguette eher ein leichter, fruchtiger Weißwein, wie Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling oder Weißburgunder. Die Fruchtnoten des Weines harmonieren dann gut mit den Karamell- und Röstaromen des Brotes. Dasselbe gilt für ein leichtes Weizenmischbrot, dessen leichte Roggennoten gut mit der Fruchtsäure zusammenpassen. Zu kräftigeren Röstaromen im Baguette oder Weizenmischbrot darf es ein kräftiger, schwerer Grauburgunder oder Chardonnay sein, dessen kraftvoller Körper und Schmelz sich gut mit den intensiven Röst- und Malznoten des Brotes verbindet.

Roggen- und Roggenmischbrot, das kräftige Röst- und Säurenoten vereint, verträgt ebenfalls kräftige, schwere Weißweine wie Grauburgunder oder Chardonnay, die ausdrucksstarke, konzentrierte Aromen und Holzeinsatz mitbringen. Hier darf es aber alternativ auch ein kräftiger, schwerer Rotwein sein: Lemberger oder Dornfelder mit ihren ausdrucksstarken, konzentrierten Aromen, ausgeprägten Gerbstoffen und Noten von Barrique gehen mit den intensiven Röstaromen des Brotes eine gelungene Verbindung ein.

Ölsaaten- und Vollkornbrot sind bei fruchtigen Roséweinen gut aufgehoben. Die beerigen Aromen des Weines werden von dem mild-nussigen Charakter des Brotes gut aufgefangen. Kräftigere Varianten von Ölsaaten- oder Vollkornbrot mit deutlich nussigen und kräftigen Röstmalz-Noten passen gut zu eleganten und konplexen Rotweinen wie Spätburgunder. Die ausgewogen, vielschichtigen beerig-würzigen Aromen des Spätburgunders, gepaart mit etwas Holzeinsatz und moderaten Tanninen verbinden sich wunderbar mit dem deutlich nussigen Geschmack des Brotes.

Feine süße Backwaren, z.B. Stollen und Torten harmonieren gut mit edelsüßen Weinen. Fruchtige Aromen und Restsüße des Weines greifen die Süße der Backwaren auf.

Was ist Fermentation?

Fermentation ist ein natürlicher biologischer Prozess, bei dem Mikroorganismen wie Hefen, Bakterien oder Schimmelpilze organische Stoffe – meist Zucker – in andere Stoffe umwandeln. Dabei entstehen Gase (z. B. CO₂), Säuren oder Alkohol.

Weitere Rezeptideen

im Bacon-Mantel Lamm

im Bacon-Mantel

  • 4 Stück Lammlachse à 150 g
  • 4 Scheiben Bacon
  • 0,1 Liter Wein
  • 0,3 Liter Gemüsebrühe
  • 1 kleine Schalotte
  • 20 Gramm Butter
  • 4 EL Olivenöl
  • je 2 Zweige Thymian, Rosmarin, Salbei
  • nach Geschmack Salz & Pfeffer

Die Lammlachse mit Pfeffer würzen und 2 EL Olivenöl ins Fleisch einmassieren. Thymian, Rosmarin und Salbei sehr fein hacken und das Fleisch in den Kräutern wälzen. Einige Stunden im Kühlschrank marinieren.

 

Das Fleisch mit den Baconscheiben umwickeln im restlichen Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten. Ca. 4 Minuten pro Seite bei kleinerer Hitze weitergaren (die Gardauer hängt von der Dicke der Lammlachse ab – am besten eine Druckprobe machen). Danach in Alufolie einschlagen und im Backofen bei 80 °C ruhen lassen – so bleiben sie saftig und innen leicht rosa.

 

Dazu passt Bärlauch-Risotto.

  • Dornfelder (trocken)

der traditionelle Brotaufstrich Spundekäs

der traditionelle Brotaufstrich

  • 75 Gramm Frischkäse
  • 75 Gramm Quark
  • 1/2 Zwiebel
  • 3 EL Schnittlauchröllchen
  • Nach Bedarf Paprikapulver (edelsüß), Salz, Pfeffer

Frischkäse und Quark miteinander glatt rühren. Die Zwiebel fein würfeln und unter die Masse mischen. Den Schnittlauch klein schneiden (das geht besonders gut mit einer sauberen Schere). Einen kleinen Teil Schnittlauch zum Garnieren zurückbehalten, den Rest ebenfalls untermischen.

 

Mit Paprika, Pfeffer und Salz nach Belieben abschmecken und mit Schnittlauch garnieren.

 

Spundekäs schmeckt traditionell zu Brezeln, aber auch zu Ofenkartoffeln oder als Dip für Rohkost.

  • Riesling (trocken)
  • Müller-Thurgau (trocken)

zu lieblichen Auslesen Apfelkräpfli mit Vanillesauce

zu lieblichen Auslesen

  • 5 große, säuerliche Äpfel
  • 200 Gramm Mehl
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 2 EL Rum
  • Nach Bedarf Schmalz oder Öl
  • Nach Belieben Zimt, Zucker, Salz

Die Äpfel schälen und das Kernhaus ausstechen, in fingerdicke, gleichmäßige Scheiben schneiden. Mit Rum beträufeln und zuckern. Ziehen lassen.

 

Backteig anrühren, dieser sollte ziemlich dickflüssig sein. Die Apfelringe darin wenden und schwimmend in heißem Fett goldbraun backen.

 

Auf Küchenpapier abtropfen lassen und heiß mit Zimt und Zucker servieren.

  • Riesling (süß & edelsüß)
  • Scheurebe (süß & edelsüß)

mit leckeren Meeresfrüchten Pasta mit Scampi-Soße

mit leckeren Meeresfrüchten

  • 400 Gramm Tagliatelle
  • 250 Gramm Scampi oder Shrimps
  • 200 ml Créme légère
  • 100 ml Hühnerbrühe
  • 100 ml halbtrockener Rosé
  • 1 gewürfelte Zwiebel
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • Nach Bedarf Salz & Pfeffer

Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Tagliatelle bissfest kochen.

 

Währenddessen die gewürfelte Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten, dann mit der Brühe und dem Wein auffüllen und zum Kochen bringen.

 

Die Sahne mit in die Brühe geben und etwas einreduzieren lassen. Die Petersilie dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Die Scampi in einer separaten Pfanne in Olivenöl anbraten, anschließend pfeffern und mit Alufolie abdecken.

 

Die Tagliatelle abgießen und als Nest auf einem Teller anrichten. Mit der Sauce übergießen und mit den Scampi garnieren.

  • Rosé (halbtrocken & feinherb)