Bacchus

Bacchus

Die Bukett-Rebsorte Bacchus wurde in den 1930er Jahren an der Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung in Siebeldingen gezüchtet.

Fakten

  • 1985

    Mit 3,6 Prozent der Gesamtrebfläche wurde der Höhepunkt des "Bacchus-Booms" erreicht

  • 1.558

    Hektar bestockte Rebfläche 2022

Anbau

Die Rebsorte Bacchus, die ihren Namen der römischen Weingottheit verdankt, kann hohe Erträge bei vergleichsweise hohen Mostgewichten liefern.
Die Sorte, die mit ihrem blumigen Muskatton an die Scheurebe erinnert, boomte besonders in den 1970er bis 80er Jahren und erreichte 1985 mit 3,6 % der Anbaufläche ihren Höhepunkt. Seit Anfang der 1990er Jahre sind die Rebflächen in Deutschland jedoch stark rückläufig. Bacchus-Reben findet man hierzulande hauptsächlich in Franken, Rheinhessen, an der Nahe  und in der Pfalz. Insgesamt waren 2022 etwa 1.558 Hektar damit bestockt, was 1,6% der deutschen Rebfläche ausmacht.

Genuss

Die meisten der hellgelben Weine sind leicht bis mittelkräftig. Reife Bacchus-Weine können aber auch extraktreich, fruchtig und bukettbetont (manchmal an Scheurebe erinnernd) sein. Gewächse mit hohem Mostgewicht und ausreichender Säure können etwas Riesling-Art und einen dezenten Muskatton aufweisen (manchmal ein klein wenig an Kümmel erinnernd).

Der Bacchus eignet sich gut als Begleiter zu asiatischen Gerichten.

Auf einen Blick

  • Züchtung aus den Rebsorten (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau
  • Frühreifend mit hohen Reifegraden
  • bevorzugt frische, nährstoffhaltige Böden
  • Aroma: erinnert an schwarze Johannisbeeren, Orangen, manchmal mit Noten von Muskat und Kümmel

Wem verdankt die Rebsorte ihren Namen?

Die Rebsorte verdankt ihren Namen der römischen Weingottheit Bacchus.