Transkripte
2026_08 Fragen, Flaschen, Fakten
PODCAST DES DEUTSCHEN WEININSTITUTS
Fragen, Flaschen, Fakten
Bereinigtes, inhaltlich vollständiges Transkript
Aufzeichnung: 28. August 2026 | Laufzeit: 34:58 Minuten
Sprecher:innen: Andreas Kaul · Lena Torres König · Christian Hirsch · Tatjana Schmidt · Sonja Sehm
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| Andreas Kaul: | Lena, ich habe heute drei kurze Fragen an dich. Und zwar: Rotwein, warm oder kalt? |
| Lena Torres König: | Kühl! |
| Andreas Kaul: | Kühl. Schraubverschluss oder Kork? |
| Lena Torres König: | Das kann ja beides mega gut sein. |
| Andreas Kaul: | Und muss man sich schämen, wenn man zum Beispiel feinherben Wein lecker findet? |
| Lena Torres König: | Auf gar keinen Fall. Ich kann das auch weiter ausführen, aber vielleicht verschieben wir das auf später. |
| Andreas Kaul: | Wunderbar, dann können wir eigentlich die Folge schon beenden, oder? Wir haben die Fragen beantwortet. |
| Lena Torres König: | Abgehakt! Nein, wir gehen natürlich nachher noch ein bisschen mehr in die Tiefe. Wir haben ein Sammelsurium aus den wichtigsten und interessantesten Fragen aus der Community. Sagt man das heute so? |
| Andreas Kaul: | Ich glaube, ja. |
| Lena Torres König: | Die haben wir rund um das Thema Wein zusammengetragen. Ist ja eh immer unser Thema. Und da haben wir gedacht, machen wir heute so ein kleines FAQ und beantworten da mal die wichtigsten Highlights. |
| Andreas Kaul: | Fragen, Flaschen, Fakten. Herzlich willkommen beim Podcast des Deutschen Weininstituts. Ich bin Andreas Kaul. |
| Lena Torres König: | Ich bin Lena Torres König. Und wir beantworten eure Fragen. |
| Andreas Kaul: | Bevor wir die Fragen beantworten, müssen wir auch noch mal einen Blick in die Weinberge werfen. Da ist es nämlich gerade besonders spannend. Heute haben wir den 28. August. Wir zeichnen heute auf. Denn die Weinlese ist schon im Gange. Sie hat in diesem Jahr schon sehr früh angefangen. Bereits am 12. August war der offizielle Lesestart. |
| Lena Torres König: | Wahnsinnig früh. |
| Andreas Kaul: | Ich habe das hier an dieser Stelle ja schon häufiger erzählt. Ich hoffe, ich langweile niemanden. Aber ich habe Anfang August Geburtstag, und früher fuhren da nur Mähdrescher. Mittlerweile ist es wirklich so, die sind da schon längst fertig und die Weinlese fängt an. Das ist totaler Wahnsinn. |
| Lena Torres König: | Das Witzige ist ja auch immer, dass in der Weinwelt immer vom Herbst gesprochen wird. Und wie läuft der Herbst? Und man meint damit einfach die Traubenlese. Aber es ist halt einfach heutzutage nicht mehr Herbst. Es ist halt Sommer. |
| Andreas Kaul: | Aufmerksame Zuhörer. Das haben wir beim letzten Mal auch schon mit dem Winzer, der immer vom Herbst gesprochen hat, besprochen. Wir haben uns etwas überlegt, Lena, bevor wir jetzt anfangen zu erzählen, wie es draußen in den Weinbergen aussieht. |
| Lena Torres König: | Wir haben unsere Außenreporter aus sämtlichen Himmelsrichtungen und verschiedenen Anbaugebieten bemüht. Wir haben sie um eine kleine Schalte mit einem Update aus dem Weinberg gebeten. |
| Andreas Kaul: | Und wir hören jetzt in der Reihenfolge zuerst den Christian Hirsch aus Württemberg. Dann Tatjana Schmidt vom Weingut Friedel Russler aus dem Rheingau. Und Sonja Sehm vom Weingut Stich "Im Löwen" in Franken. |
| Christian Hirsch: | Frisch aus dem Urlaub zurückgekommen, haben wir uns gestern Abend einen tollen Überblick über die aktuelle Situation bei uns in Leingarten bei Heilbronn verschafft. Hier spricht übrigens Christian Hirsch. Und es sieht so aus, dass wir mit der Lese voraussichtlich am Montag anfangen. Wir fangen mit Sauvignon Blanc an. Den wollen wir nie so reif lesen. Der soll schon ein bisschen Stachelbeere, Sternfrucht gepaart mit Maracuja-Typizität haben. Nächste Woche werden wir sehr wahrscheinlich schon mit den weißen Burgundern weitermachen. Grundsätzlich hatten wir eine Woche Schonfrist und konnten den Urlaub noch etwas genießen, weil wir in diesem Jahr keine Sektgrundweine bereiten und auch keinen Saft. Auch die Frühsorten Müller-Thurgau oder zum Beispiel Acolon haben wir nicht mehr. Wir haben das in den letzten Jahren im Prinzip alles geändert und sind auf die PIWIs gegangen. Wir haben viele, viele PIWIs gepflanzt. Die sind alle im mittleren Bereich der Lese zu erwarten. Es sieht alles topgesund aus. Von daher freuen wir uns wahnsinnig auf den Start der Lese. Viele Grüße aus dem Wengert. Das war Christian aus Leingarten. Ciao. |
| Tatjana Schmidt: | Hi, Tatjana hier vom Weingut Friedel Russler. Ich grüße euch aus dem Rheingau. Was ist gerade Phase im Weinberg? Status quo: Wir waren bis heute schon ganze zweimal in der Lese. Einmal für alkoholfrei; da haben wir Verjus geholt. Und einmal für Sektgrundwein: unseren Rosé-Sekt. Die Trauben sind nämlich echt schon ziemlich reif und ziemlich weit. Deshalb beobachten wir jetzt jeden Tag, gehen raus, probieren auch relativ viel. Bei dem feuchtwarmen Wetter kann das relativ schnell kippen. Aber wir sind ready. Wir haben auf jeden Fall aus dem letzten frühen Herbst gelernt und sind bereit, auch schneller in die Lese zu starten. On top haben wir aber, wie so viele andere Weingüter im Rheingau, aktuell noch unseren Hof offen, sprich Hoffest. Die nächsten sechs Tage sind ein Spagat zwischen Traubenlese, Party und Gäste bedienen. Aber meine Devise: Je früher, desto früher kommen wir in den Urlaub. Besucht uns im Rheingau. Tschüss. |
| Sonja Sehm: | Hallo, hier ist die Sonja aus dem wunderschönen Weinanbaugebiet Franken. |
| [00:05:00] | |
| Sonja Sehm: | Ein kleines Update aus dem Weinberg. Wir haben schon drei Tage Handlese hinter uns. Wir haben schon die ersten Trauben für Traubensaft Rosé und Blanc de Noirs heimgeholt. Jetzt heißt es, ein bisschen zu warten. Die Trauben dürfen noch ein bisschen die Sonne genießen und dann schauen wir einfach mal, ob wir nächste Woche schon die ersten hochwertigen Rotweine nach Hause bringen. Und ja, was erwartet uns mit dem neuen Jahrgang? Der Jahrgang 2026 verspricht sehr schöne, fruchtige und aromareiche Weine. |
| Lena Torres König: | Da haben wir jetzt schon mal direkt die ersten Einblicke aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten bekommen. Und wir stellen euch die Meldung zum Weinlesestart auch einfach nochmal unten in die Shownotes rein. Da könnt ihr nochmal reinklicken, wann es offiziell losging. |
| Andreas Kaul: | Genau, und wir bleiben natürlich dran und halten euch auf dem Laufenden, was die Lage in den Weinbergen angeht. Also bei uns hier hat es ja jetzt ein bisschen geregnet. Das ist natürlich noch immer nicht genug, um den ganzen trockenen Sommer zu kompensieren. Aber ich glaube, einige Winzerinnen und Winzer atmen jetzt ein bisschen auf. Und wir drücken natürlich allen die Daumen, dass die Weinlese gut über die Bühne geht. |
| Lena Torres König: | Wenn ich mir hier meine eingetopfte Feige und meinen eingetopften Johannisbeerstrauch angucke, habe ich auch noch die Hoffnung, die könnten vielleicht überleben. |
| Andreas Kaul: | So, Lena, wir haben ja wie gesagt von unseren Hörern ein paar Fragen geschickt bekommen, auch in den letzten Monaten oder schon immer mal wieder. Und manche Fragen wiederholen sich und wir haben uns jetzt einfach überlegt, dass wir heute mal so eine Sendung machen, wo wir diese Fragen beantworten. Soll ich mal anfangen? |
| Lena Torres König: | Sehr gerne. |
| Andreas Kaul: | Was bedeutet trocken, halbtrocken und feinherb beim Wein? |
| Lena Torres König: | Das ist ganz klar im Weingesetz definiert. Man kann es etwas langweilig erklären: Trocken beim Wein bedeutet, dass der trockene Wein maximal neun Gramm Restzucker pro Liter haben darf. Und eigentlich kann man sich merken, trockener Wein hat keinen Zucker. |
| Andreas Kaul: | So gut wie keinen Zucker. Halbtrocken ist da ein bisschen drüber. Das ist so ein Mittelding, wenn man so will. |
| Lena Torres König: | Da kann man sich immer gut orientieren, wenn man was Süffiges sucht. Wenn man weiß, man hat ein paar Leute zusammen eingeladen. Da sind vielleicht auch ein paar Nicht-Weintrinker dabei. Läuft immer. Meine persönliche Erfahrung aus jahrelanger Arbeit im Weinstand beim Ausschank: Bei Regenwetter und nicht bei knalligem Sonnenschein trinken die Leute sehr gerne halbtrockene Weine. Auch wenn man ihnen vorher nicht sagt, dass der Wein halbtrocken ist, weil sie immer darauf schwören: "Ich trinke nur trocken." Bei Regenwetter trinken die Leute gerne halbtrocken. |
| Andreas Kaul: | Wenn wir von halbtrocken reden, sind das etwa 10 bis 20 Gramm Restzucker pro Liter. Und wenn man das mal umrechnet, zum Beispiel Cola, da liegen wir bei 80 Gramm pro Liter. Also auf der Flasche steht immer 8 Gramm, aber das ist pro 100 Milliliter und nicht pro 1000. |
| Lena Torres König: | Wo wären wir bei Cola? Bei einer Trockenbeerenauslese, oder? |
| Andreas Kaul: | Für einen Wein ist das schon sehr süß. Wenn ich höre: "Nein, kein süßer Wein", und die Leute gleichzeitig Cola trinken, dann verpufft das Argument etwas. Keine Scheu vor ein bisschen Restsüße. Das tut dem Wein manchmal gut, gerade wenn er säurebetont ist, also zum Beispiel ein Riesling. Ein feinherber oder halbtrockener Riesling ist schon etwas Feines. Das müssen wir noch erklären: Der Begriff ist nicht gesetzlich geregelt. |
| Lena Torres König: | Er ist nicht definiert. |
| Andreas Kaul: | Wenn "feinherb" auf dem Etikett steht, bedeutet das im Prinzip entweder halbtrocken. Manche verwenden den Begriff auch für Weine, die süßer sind als halbtrocken. Aber es impliziert auch, dass der Wein etwas herb ist und die Säure ein bisschen vorkommt. |
| Lena Torres König: | Es ist aber keine offizielle Geschmacksangabe. |
| Andreas Kaul: | Im Grunde gilt sowieso: probieren. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. So, machen wir weiter, Lena, mit der nächsten Frage: Muss Rotwein wirklich Zimmertemperatur haben? |
| Lena Torres König: | Das ist eine sehr gute Frage. Ich habe ja auch schon mal erwähnt, ich habe lange in der Weinhandlung gearbeitet und das ist so ein Klassiker, den man immer gefragt wird, auch im Laden. Nein, auf gar keinen Fall. Das ist echt so ein Trugschluss noch aus, keine Ahnung, Mittelalter oder was, als man noch keine Heizung in seinen Wohnräumen hatte. Die Räume waren vielleicht 14 bis 18 Grad warm oder kalt - je nachdem. Daran konnte man sich mit der Zimmertemperatur orientieren. Heute würde man sagen: schön oder leicht gekühlt. |
| [00:10:00] | |
| Lena Torres König: | Es kommt ein bisschen auf die Weinart an. Leichte Rotweine: ganz klar 14 bis 16 Grad. Für kräftige und gereifte Rotweine sagt man 16 bis 18 Grad. Sie können ein bisschen wärmer sein. Dann öffnen sie sich auch noch ein bisschen schöner. Die klassischen leichten, jungen Weißweine, die wir gerne auf dem Weinfest, auf Balkonien oder mit Freunden auf einem Festival trinken, wollen wir schon richtig kalt haben. Bei neun bis elf Grad können wir die trinken. |
| Andreas Kaul: | Ja, und gerade in so einem Sommer wie in diesem ist es natürlich gar kein Problem, wenn der Wein ein bisschen kälter wird, weil warm wird er von alleine bei den Temperaturen. |
| Lena Torres König: | Dann läuft auch eine frische, dünne, eisgekühlte Schorle gut. Für alle, die gerade Notizen gemacht haben: Kräftige Weißweine, die auch im Holzfass lagen und sich als Essensbegleiter bei einem Menü eignen, dürfen auch 11 bis 13 Grad haben. |
| Andreas Kaul: | Gut, Thema Temperatur. |
| Lena Torres König: | Wenn jemand einen konkreten Alltagstipp will: Einen gängigen deutschen Rotwein, zum Beispiel deutschen Spätburgunder, kann man in einem Sommer wie diesem auch kurz in den Kühlschrank stellen, damit er leicht herunterkühlt. Das ist okay, funktioniert und schmeckt auch. |
| Andreas Kaul: | Temperatur abgehakt. |
| Lena Torres König: | Nächste Frage. |
| Andreas Kaul: | Was ihr nicht sehen könnt: Lena schraubt eine Flasche auf. Vor allem könnt ihr es nicht hören. |
| Lena Torres König: | Habt ihr es gehört, hoffentlich, vielleicht? Das war ein Schraubverschluss. |
| Andreas Kaul: | Lena, ich nehme an, du willst jetzt was wissen zum Thema Verschluss? |
| Lena Torres König: | Ja, auch so eine ganz typische Frage. Der gute alte Kork oder Schraubverschluss? Was ist besser? |
| Andreas Kaul: | Wir haben das Thema ganz am Anfang schon angerissen. Man weiß es nicht. Ich habe schon durchwachsenen Wein mit Korken getrunken und auch Wein mit Schraubverschluss - und umgekehrt. Das heißt, es ist kein ... |
| Lena Torres König: | Alles ist möglich. |
| Andreas Kaul: | Genau, es ist kein Qualitätskriterium. Wenn Weine mit Korken verschlossen werden, dann sind das Weine, die ein bisschen länger reifen sollen. Der Reifeprozess ist dort einfach ein anderer, weil der Korken ein bisschen mehr Luft reinlässt. Aber im Grunde gibt es da eigentlich keine pauschale Antwort, das ist besser oder das ist schlechter. Ich finde es immer ganz schön, wir haben ja jetzt mittlerweile sehr viele Schraubverschlüsse. Wenn ich dann nochmal einen mit Korken habe, den ich dann mit meinem schönen Korkenzieher öffnen darf, aber man hat sich auch mittlerweile an die Schraubverschlüsse gewöhnt. |
| Lena Torres König: | Witzig, Korkenzieher, dass du noch einen hast, da müsste ich schon direkt wieder suchen gehen. |
| Andreas Kaul: | Mehrere. |
| Lena Torres König: | Aber ich glaube, das wichtigste Stichwort, was du eben gesagt hast, war anders. Es ist nicht besser oder schlechter, sondern der Wein entwickelt sich einfach anders mit dem Verschluss. |
| Andreas Kaul: | Ein Weingut im Rheingau hat denselben Wein in Flaschen mit Schraubverschluss und mit Korken abgefüllt. Und wir hatten die Gelegenheit, fünf Jahre nach Abfüllung die Weine zu probieren. Wir probierten einmal den Wein mit Schraubverschluss und einmal denselben Wein mit Korken. Und am Ende haben wir abgestimmt, was ist besser. Die Hälfte war für den mit Schraubverschluss, die andere Hälfte für den mit Korken. |
| Lena Torres König: | Siehst du: Das ist eine Geschmacksfrage, wie beim Thema Wein am Ende so vieles Geschmackssache ist. |
| Andreas Kaul: | Ich glaube, man kann sagen: Es hat sich durchgesetzt, dass Weine, die schneller getrunken werden sollen, also der Großteil der Basisweine, die in den ersten ein, zwei oder drei Jahren nach der Abfüllung getrunken werden sollen, einen Schraubverschluss haben. Der Wein muss in der Flasche nicht mehr groß reifen. Bei hochwertigen Weinen sieht man viel häufiger, dass ein guter Korken verwendet wird, damit der Wein länger reifen kann. Nächste Frage: Wie lange hält sich eine geöffnete Flasche? Und jetzt reden wir nicht von der Flasche, sondern vom Wein darin. |
| Lena Torres König: | Eindeutige Antwort: Kommt drauf an. Es kommt natürlich ein bisschen auf die Qualität des Weins an, aber auch auf die Füllmenge in der Flasche. Wenn du nur ein kleines Piffche trinkst - muss man Piffche übersetzen? |
| Andreas Kaul: | Das muss man übersetzen. |
| Lena Torres König: | Ein Piffche ist bei uns im Rheingau 0,1 Liter. Du hast irgendwie Bock, einen Wein zu trinken, aber hast auch keinen Besuch oder so und niemanden, der sich mit dazu setzt. Dann bleibst du beim Piffche. Und dann ist ja die Flasche noch unheimlich voll. Dann ist der Wein in der Flasche ja noch fast bis in den Hals voll. |
| [00:15:00] | |
| Lena Torres König: | Das heißt, die Oberfläche, die mit Luft in Berührung kommt, ist ja noch sehr klein. Insofern kannst du die Flasche auch nach vier Tagen noch gut trinken. Bei einem richtig guten Wein kannst du ihn sogar nach einer Woche im Kühlschrank weitertrinken. Der entwickelt sich, weil er atmet, aber der wird jetzt nicht per se direkt schlecht. Wenn du aber nur noch einen kleinen Spuckrest in der Flasche hast, bei dem sich der eine oder die andere fragt, ob es sich noch lohnt, ihn in den Kühlschrank zu stellen, kommt eine große Oberfläche des Weins mit der Luft in Berührung. Der Wein kann sich dadurch stärker verändern und schmeckt schneller deutlich anders. Hast du noch etwas hinzuzufügen? |
| Andreas Kaul: | Man kann das auf die Spitze treiben: Wenn man eine normale 0,75-Liter-Flasche zur Hälfte trinkt und zufällig noch eine kleine Flasche hat, kann man den Wein umfüllen und verschließen. Dann ist nur sehr wenig Luft darin. Oder habe ich auch schon gesehen, man gibt Glasmurmeln in die Flasche, sodass das Volumen steigt und am Ende auch keine Luft mehr drin ist, wenn man genug Glasmurmeln zur Hand hat. Habe ich gesehen. |
| Lena Torres König: | Macht es einen Unterschied, ob man die Flasche mit einem Stopfen, einem Schraubverschluss oder einem Korken verschließt oder sie offen in den Kühlschrank stellt? |
| Andreas Kaul: | Ja, die soll schon verschlossen sein. Mal von anderen Fremdgerüchen im Kühlschrank abgesehen, so ein schöner Camembert. |
| Lena Torres König: | Zum Beispiel eine nicht abgedeckte Knoblauch-Salatsauce im Kühlschrank. Oder wenn die Heidelbeeren nicht in der Gemüseschublade liegen, haben sie ein interessantes Aroma. |
| Andreas Kaul: | Grüße gehen raus an meinen Bruder: In unserer gemeinsamen WG-Zeit hat seine Milch nach Knoblauch geschmeckt. Aber das ist eine andere Geschichte. |
| Lena Torres König: | Andreas, es gibt Menschen, die den Wein kaufen, den sie heute Abend trinken wollen. Und dann gibt es die Leute, die sich auch einfach schon mal einen kleinen Vorrat zulegen. Dann hat man vielleicht auch einmal ein Kistchen, von einem Wein, bei dem man sagt: "Der hat mir so gut geschmeckt. Bevor ich vergesse, welcher es war, sammle ich direkt ein paar ein." |
| Andreas Kaul: | Und dann gibt es Leute wie uns. |
| Lena Torres König: | Aber das ist eine andere Geschichte. Sag mal, wie lagert man Wein richtig? Braucht man einen Weinkeller? Hast du einen Weinkeller? |
| Andreas Kaul: | Ich habe tatsächlich keinen Weinkeller. Das ist ein großes Problem, denn unser Heizungskeller ist viel zu warm. Er ist nicht dafür geeignet, Wein länger zu lagern. Ich habe das Glück, dass mein Bruder ein Weingut mit Keller hat. Das heißt, da habe ich ein paar Flaschen ausgelagert. Das hat wiederum den Nachteil, dass ich nicht sofort Zugriff auf die Flaschen habe. Das heißt, ich muss das planen. Aber man braucht keinen Weinkeller, keinen Gewölbekeller, wie auch immer. Ideal ist es natürlich. Wichtig ist, dass die Weine nicht zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Wenn es immer wieder warm und kalt wird, ist das nicht gut. Ideal ist natürlich auch eine relativ kühle Temperatur. Alles unter 15 Grad ist gut. |
| Lena Torres König: | Gleichbleibende Temperatur. |
| Andreas Kaul: | Gleichbleibend, damit die Temperatur nicht schwankt. Und zu viel Licht ist auch nicht gut. Wenn es dunkel ist und die Temperatur gleichbleibend bei etwa 15 Grad liegt, ist das schon einmal ganz gut. Ein Tipp, den man beim Weinlagern beherzigen sollte: den Wein nicht überlagern. Das ist die große Gefahr, wenn man viele Weine liegen hat und immer wieder denkt: "Ach, noch ein Jahr warten." Nein: den Wein trinken, wenn er reif ist. Es gibt nichts Schlimmeres als einen Wein, den man ewig liegen ließ, auf den man sich freut und bei dem man nach dem Öffnen merkt: Er ist schon über den Zenit. |
| Lena Torres König: | Kostbar aufgespart für diesen einen besonderen Moment. Da müsste ich direkt mal in meinen Keller gucken. So, jetzt Sommelier spielen zu Hause. Das Thema: Muss man einen Wein dekantieren? Und was ist der Unterschied zum Karaffieren? Ist das alles nur Show? Ein bisschen schon. |
| Andreas Kaul: | Dekantieren und Karaffieren - was ist der Unterschied? Beim Dekantieren nimmt man einen Wein, der etwas Depot angesetzt hat. Feststoffe haben sich unten in der Flasche gesammelt. Man schenkt den Wein vorsichtig aus. Das ist der Vorgang des Dekantierens, sodass eben dieses Depot in der Flasche bleibt. So bekommt man später einen möglichst klaren Wein ins Glas. Beziehungsweise füllt man ihn zunächst in einen anderen Behälter. Karaffieren ist im Grunde das Umgießen des Weins in einen Behälter, in dem er mehr Luft bekommt. Das sind meistens richtig bauchige Gefäße. Dadurch kommt viel Luft an die Oberfläche des Weins, damit er, wie man sagt, atmen kann. |
| [00:20:00] | |
| Andreas Kaul: | Warum? Manche Weine sind ein bisschen verschlossen, die brauchen ein bisschen Luft, um sich voll entfalten zu können. Ich meine, deswegen gibt es ja auch diese verschiedenen Gläser. Es gibt ja auch Weingläser mit einem großen Durchmesser, die eben auch für diesen Zweck gedacht sind. Aber diese Karaffe ist eben dafür da, dass der Wein einfach ein bisschen mehr Luft kriegt. |
| Lena Torres König: | Der Wein ist verschlossen, nochmal ein bisschen übersetzt. Heißt, der schmeckt noch nicht so gut, wie er schmecken könnte. |
| Andreas Kaul: | Man muss vorsichtig sein, denn zu viel Luft ist auch nicht gut. Ein weiser Sommelier hat mir einmal gesagt: Das ist wie Salz beim Kochen. Zu viel Luft, und der Wein ist hinüber. Nicht übertreiben beim Belüften. Langsam herantasten, verkosten und probieren. Grüße gehen raus an Gerhard Retter. |
| Lena Torres König: | Ist es beim Karaffieren oder Dekantieren egal, welches Gefäß man nutzt? Oder braucht es beim Dekantieren einen Dekanter? Es gibt diese toll geschwungenen Glasgefäße in den verschiedensten fantasievollen Schwüngen, die toll aussehen, unheimlich unpraktisch zum Verstauen sind in einer heimischen Küche zum Beispiel. |
| Andreas Kaul: | Da sind wir wieder bei den beiden Begriffen. Ein Dekanter ist ein Gefäß, das unten sehr breit ist und sich nach oben verjüngt. Gießt man eine handelsübliche Dreiviertelliterflasche Wein hinein, liegt der Füllstand am breitesten Durchmesser. Ein Dekanter ist deshalb eher etwas zum Karaffieren, weil man den Wein belüften will. Es ist kompliziert. Und zum Dekantieren kann man das natürlich auch verwenden, aber für den Zweck, das Depot aus dem Wein zu holen, kann man auch eine normale Karaffe nehmen. Im Grunde geht es darum, den Wein vorsichtig auszugießen, damit das Depot in der Flasche bleibt. |
| Lena Torres König: | Also: Dekanter zum Karaffieren und Karaffe zum Dekantieren. |
| Andreas Kaul: | Ich glaube, wir verwirren unsere Zuhörer, Lena. Höchste Zeit, die nächste Frage. Braucht denn jede Rebsorte ein eigenes Glas? |
| Lena Torres König: | Nein. Aber ich saß einmal auf dem Heimweg von der ProWein im Zug neben einem - nennt sich das Glas-Sommelier? Er packte einen Koffer aus und erklärte mir zwei Stunden lang auf der Zugfahrt - er hatte leider dasselbe Ziel wie ich - die Wissenschaft des richtigen Glases. Das war mega spannend. Das ist halt auf jeden Fall was für Freaks. Wer Lust hat, sich damit auseinanderzusetzen, stellt sich Trillionen verschiedene Gläser hin, nimmt einen Wein und probiert ihn daraus. Da ist auf jeden Fall etwas dran. |
| Andreas Kaul: | Weine schmecken aus unterschiedlichen Gläsern definitiv unterschiedlich. Aber ich glaube für den Hausgebrauch, da reicht ein gutes Universalglas. |
| Lena Torres König: | Wenn ihr zu Hause nicht gerade hoch ausgebildete Nasen seid, die durch jahrelange Sommelierschulen getingelt sind, kann man darauf wahrscheinlich am ehesten verzichten und sich auf ein gutes Universalglas konzentrieren. Damit ist man gut bedient. |
| Andreas Kaul: | Vielleicht eines für Weißwein, das etwas enger oder schmaler ist, und eines für Rotwein, das etwas weiter auseinandergeht. Aber auch da gilt: Zu viel Luft schadet eher. Ein filigraner Spätburgunder kann in einem zu großen Glas auch ein bisschen zu viel Luft bekommen und dann ist es auch wiederum dem Genuss abträglich. |
| Lena Torres König: | Hat dir das auch der Retter gesagt? |
| Andreas Kaul: | Nein, die Erkenntnis stammt vom Winzer Julian Huber und der muss es schließlich wissen. Wir haben das übrigens auch nicht nur rein in der Theorie durchgespielt, sondern mit verschiedenen Gläsern getestet. |
| Lena Torres König: | Das macht Spaß, man kann sich damit beschäftigen, da kann man auch wirklich den ganzen Abend mit füllen. Der klassische trockene deutsche Riesling in einem schönen Universalglas: tipptopp. Der leicht gekühlte deutsche Spätburgunder passt da vielleicht auch ganz gut noch rein. Ins dicke Rotweinglas kommen die dicken Rotweine, die viel im Holz waren oder vielleicht schon aus einem älteren Jahrgang stammen - aber auch ein kräftiger Weißwein. Der kann da auch hinein. |
| [00:25:00] | |
| Andreas Kaul: | Wichtiger als ein Spezialglas für jeden Riesling ist vielleicht, dass die Gläser richtig gespült und vor allem geruchsneutral sind. Sie sollten nicht im Karton gelagert werden und anschließend nach Karton riechen. Das ist wichtig, und man sollte sie auch nicht zu voll einschenken. |
| Lena Torres König: | Oh, ich hasse das, wenn die Gläser so voll eingeschenkt sind. So schnell kann ich gar nicht trinken. |
| Andreas Kaul: | Der Kelch ist dafür da, dass man den Wein etwas in Bewegung bringt. Der obere Teil füllt sich mit dem Aroma. Wenn das Glas randvoll ist, bleibt dafür nicht viel Platz. Also: Lasst Platz für Duft und Bewegung. |
| Lena Torres König: | Ich hätte auch noch einen Punkt, der mir an der Stelle einfällt: Die klassischen Sekttulpen: Daraus kann man schlecht trinken. Außerdem ist die Trinköffnung viel zu schmal. Gebt den Sekt einfach in ein gutes Universalglas. |
| Andreas Kaul: | Das sagen mittlerweile fast alle Winzerinnen und Winzer, mit denen ich über das Thema rede. Da trinkt kaum einer mehr aus diesen ganz schmalen Sektgläsern, den klassischen. |
| Lena Torres König: | Wem Lifestyle und Coolnessfaktor wichtig sind: "These are the old days", würde ich sagen. |
| Andreas Kaul: | Und Coolnessfaktor, Stichwort: am Stiel anfassen. |
| Lena Torres König: | Oh ja, unbedingt. Achtet in amerikanischen Serien einmal darauf, wie die Leute ihre Gläser halten. Wenn man einmal darauf achtet, dann gilt: "Once you saw, you can't unsee." Die haben immer die Weine am Kelch und halten den Wein schön warm. |
| Andreas Kaul: | Das war vielleicht ein Rotwein, den sie zu lange im Kühlschrank hatten. |
| Lena Torres König: | Ja, genau. Rotwein. |
| Andreas Kaul: | Lena, darf man Rotwein zu Fisch trinken? |
| Lena Torres König: | Grundsätzlich darf man ja alles. Also, ich habe das ja auch noch gelernt. Die alte Regel: weiß zu Fisch, rot zu Fleisch. Und ich finde es ganz schön, dazu zu sagen: das ist als erste Orientierung auch okay. Das kann man so sagen. Man kann natürlich aber auch mutig sein und nochmal ein bisschen was ausprobieren. |
| Andreas Kaul: | Entscheidend sind die Zubereitung, die Soße und die Würzung. Ein zarter, gedämpfter Fisch passt wahrscheinlich eher zu einem Weißwein. Wenn er gegrillt ist und Röst- oder Raucharomen hat, passt durchaus auch einmal ein Rotwein. |
| Lena Torres König: | Hatten wir das nicht neulich, als du mit Frank Brunswig und Florian Koch gekocht hast? Nein, da war es Rotwein zum Spargel. |
| Andreas Kaul: | Ich habe nicht gekocht. Ich saß in der Nähe und habe zugeschaut, wie gekocht wurde. Das war die Mai-Ausgabe, wenn ich das richtig im Kopf habe, von unserem Podcast. Da haben wir das Ganze nochmal aufbereitet. |
| Lena Torres König: | Das war aber das Kuriosum. Rotwein mit Spargel, glaube ich. |
| Andreas Kaul: | Genau, da kam bei einem der Gerichte, die gekocht wurden, raus, dass so ein Spätburgunder da ganz gut dazu passt. Lena, welchen Wein trinken wir zu Sushi? |
| Lena Torres König: | Ich liebe Wein und ich liebe Sushi. Ich bin keine ausgebildete Sommelière. Mein Gefühl sagt mir, ich würde dazu den Wein trinken, auf den ich Lust habe, zum Beispiel einen frischen Riesling oder einen Sauvignon Blanc. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sehr scharfe Soßen mögen. Einen Hauch Wasabi finde ich gut, aber ich tunke das nicht so lange, bis mir alles wegbrennt. Das wäre jetzt so für mein Gefühl mein erster Impuls. |
| Andreas Kaul: | Ich glaube, ein bisschen Restsüße ist auch nicht verkehrt. Da können wir nochmal zurückspulen zum Thema Feinherb, was wir vorhin hatten. Halbtrocken oder feinherb würde bestimmt gut passen, gerade ein Riesling mit Säure. Sauvignon Blanc, Weißburgunder oder vielleicht ein trockener Winzersekt. |
| Lena Torres König: | Ich könnte mal eine eigene Folge zu Sushi und Wein machen. |
| Andreas Kaul: | Wäre eine Option. |
| Lena Torres König: | Love it. |
| Andreas Kaul: | Thema Jahrgänge. |
| Lena Torres König: | Uff. |
| Andreas Kaul: | Die Frage kam auch ein paar Mal: Ist ein älterer Jahrgang automatisch besser? |
| Lena Torres König: | Nein! Weil du "automatisch" gesagt hast, kann man das ganz klar mit Nein beantworten. Ältere Jahrgänge bringen im Idealfall häufig, aber nicht immer, auch höhere Qualitäten mit sich. Aber das kann man nicht so pauschal sagen. Man muss sich mit dem Wein, dem Weingut und dem Betrieb dahinter auseinandersetzen oder nachforschen, was mit dem Wein passiert ist und wie er gedacht ist. |
| [00:30:00] | |
| Andreas Kaul: | Es gibt Weine, die bald getrunken werden müssen oder sollten. Sie sind nicht dafür gemacht, fünf oder zehn Jahre zu liegen. Je älter sie werden, desto weniger werden sie automatisch besser. Dann gibt es andere Weine, die man nicht so früh trinken sollte. Sie kommen teilweise erst ein, zwei oder drei Jahre später in den Verkauf und sollten anschließend noch etwas gelagert werden. Man kann die dann natürlich schon trinken. Das ist eine ganz andere Aromatik. Und da sind wir wieder bei dem Thema persönlicher Geschmack. Liebt man eher so gereifte Noten oder will man die frische, junge Frucht? Alles auch wieder Geschmackssache. |
| Lena Torres König: | Andreas, wie finde ich einen Wein, der mir schmeckt? |
| Andreas Kaul: | Im Zweifel muss man probieren. Viele tolle Weinhandlungen bieten an, dass man Wein dort direkt probieren kann, bevor man ihn kauft. Das gibt es mittlerweile auch in manchen Supermärkten mit großer Weinabteilung oder in Weingütern und Genossenschaften - überall dort, wo Wein verkauft wird. Einfach verschiedene Weine probieren und durch den Vergleich Erkenntnisse gewinnen: Was schmeckt mir besser? Dann langsam in diese Richtung weiterarbeiten. Wenn man grob weiß, was geschmeckt hat, kann man sich an die nächste Stufe herantasten: dieselbe Rebsorte, vielleicht ein anderer Wein oder ein anderes Anbaugebiet. Wir haben ja ganz viele tolle deutsche Anbaugebiete. Letztlich ist es natürlich wieder Geschmackssache. Und probieren, probieren, probieren. Damit haben wir jetzt jede Menge Fragen beantwortet. Es sind vermutlich auch jede Menge neue dadurch entstanden. |
| Lena Torres König: | Und genau die wollen wir hören. Welche Weinfragen begegnen euch immer wieder? Das wolltet ihr schon lange wissen, habt euch aber noch nie getraut zu fragen. Uns könnt ihr die einfach reinschicken und wir beantworten die hier. |
| Andreas Kaul: | Schickt die Fragen an info@deutscheweine.de mit dem Stichwort Podcast. Dann kommt das bei uns an. Schreibt gerne auch dazu, ob wir euren Namen in der nächsten Folge nennen dürfen oder sollen. Wir freuen uns auf Post. |
| Lena Torres König: | Vielleicht machen wir aus euren Einsendungen nämlich eine zweite Runde. Noch mehr Fragen, Flaschen und Fakten. Was mich interessieren würde zum Beispiel auch mal, was nervt euch beim Thema Wein? Das könnt ihr uns auch mal fragen. Warum müssen wir immer wieder über das und das reden? |
| Andreas Kaul: | Auch eine gute Idee. Wir packen euch ein paar Links in die Folgennotizen. So heißt das, wenn man Anglizismen vermeiden will. Wie geht's weiter? Was steht noch an im September? |
| Lena Torres König: | Im September findet die große Wahl der Deutschen Weinmajestät statt. Das ist ein Riesending. Die Leute lieben das. Die Leute stimmen ab über den Fernseher und gucken sich das gerne an, wie die Kandidatinnen und Kandidaten da antreten. Sie beantworten Fragen zum Wein und absolvieren auch lustige Spiele. Und es wird wieder spannend. |
| Andreas Kaul: | Am 19. September findet der Vorentscheid statt. Dort werden die Finalistinnen und Finalisten ausgewählt. Den Vorentscheid gibt's live im Netz. Oder zeitversetzt im SWR Fernsehen. Im analogen Fernsehen. Am Freitag, dem 25. September, ist das große Finale. Live im SWR-Fernsehen. Um 20.15 Uhr geht es los. Und alle Informationen dazu gibt's auf deutscheweine.de. |
| Lena Torres König: | Und der Vorverkauf für die Tickets hat begonnen. Wer live dabei sein will, kann jetzt Tickets kaufen. Link dazu auch in den Shownotes. |
| Andreas Kaul: | Ich hab grad mal nachgeschaut, es gibt noch welche. |
| Lena Torres König: | Es gibt noch welche - Stand jetzt. Wenn euch unsere Folge gefallen hat, dann folgt doch bitte gerne dem Podcast und empfehlt ihn gerne weiter. Fragen, Kritik und Anregungen könnt ihr ebenfalls an info@deutscheweine.de schicken; das kommt dann bei uns an. Und an unsere lieben Winzerinnen und Winzer draußen, die schon mit der Lese angefangen haben, mittendrin stecken, gestresst sind, aber vielleicht auch glücklich über die geilen Beerchen: einen gesunden und möglichst entspannten Herbst. Das wünschen wir euch auch da draußen. |
| Andreas Kaul: | Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge. |
| Lena Torres König: | Tschüsseldorf. |
| Andreas Kaul: | Bis Baldrian. |
| Outtake | |
| Lena Torres König: | Piffche, 0,1 Liter. Sagt man in Mainz nicht eher Schnittchen statt Piffche? Bei uns sagt man Piffche. Du sagst doch nicht Piffchen. |
| Andreas Kaul: | Ich nicht. |
| Lena Torres König: | Du sagst ja nicht "Piffchen" auf Hochdeutsch. Piffche - du sagst: ein Piffche. |
| Andreas Kaul: | Piffchen, Piffchen, Piffchen. |
| Lena Torres König: | Ohne N. Piffche. Aber du trinkst vielleicht nicht so viel Piffche. |
| Andreas Kaul: | Ich trinke supergerne Piffche. |
| Lena Torres König: | Ich habe eher selten Piffche getrunken. Bist du ein Schoppetrinker? Sagst du Schoppe? |
| Andreas Kaul: | Rieslingschorle. |
| Lena Torres König: | Nein, Schorle ist etwas anderes als Schoppe. Ein Schoppe ist 0,2 Liter. Nimmst du ein Piffche oder einen Schoppe? |
| Andreas Kaul: | Einen Schoppe. Also es gibt einen Unterschied, glaube ich, sogar zwischen Rheingau und Rheinhessen. In der Weinstube war eine Halbe 0,2 Liter. Dementsprechend ist 0,4 Liter ein Schoppe. |
| Lena Torres König: | Ein Schoppe ist ein Glas Wein - ein 0,2-Liter-Glas Wein. |
| Andreas Kaul: | Piffchen. |
| Lena Torres König: | Nein, 0,4. Piffchen. |