Winzer erwarten weniger Wein

12.10.26

Nach dem extrem trockenen, sonnenreichen Sommer gehen die Winzerinnen und Winzer hierzulande von Spitzenqualitäten, aber auch von einer vergleichsweise kleinen Gesamterntemenge aus.

  • DWI Aktuell
Winzerin Simone Gutting vom Weingut Mohr-Gutting bei der Lese der ersten Trauben des Jahres für den Federweißen.
Winzerin Simone Gutting vom Weingut Mohr-Gutting bei der Lese der ersten Trauben des Jahres für den Federweißen.

Der bundesweite Errag dürfte sich nach einer ersten Prognose des Deutschen Weininstituts (DWI) rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern bewegen.

Kleinere Erntemenge als in Vorjahren

Es liegen zwar noch nicht aus allen Weinbaugebieten die finalen Erntemengenschätzungen vor, doch es zeichnet sich ab, dass der 2026er damit mengenmäßig noch kleiner als die beiden vorherigen Jahrgänge ausfallen wird. Sie lagen bereits 2025 mit 7,7 Millionen Hektolitern und 2024 mit 7,8 Millionen Hektolitern deutlich unter dem langjährigen bundesweiten Mittel.

Alter der Reben und Wasserverfügbarkeit entscheidend

Die Ertragslage variierte innerhalb der Regionen je nach Alter der Reben und Wasserspeicherkraft der Böden sehr stark. Denn insbesondere ältere Reben haben sich in den letzten Jahren an die zunehmende Trockenheit in den Weinregionen angepasst und dank ihrer tiefen Wurzeln die diesjährige Dürre erstaunlich gut überstanden. Jüngere Weinberge und Anlagen auf leichten Böden haben dagegen sichtbar unter der Wasserknappheit gelitten. Sie mussten, wenn möglich, bewässert werden.

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