Rheinhessen: Herkunft, Vielfalt & neue Perspektiven
Die Deutschlandtour der Deutschen Weinhoheiten führte durch Rheinhessen – zwischen Familienbetrieben, Herkunftsphilosophie und moderner Weinarchitektur. Die Region präsentierte sich vielseitig, innovativ und geprägt von einem starken Bewusstsein für Qualität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.
Das abwechslungsreiche Programm verband Herkunft, Familienkultur und moderne Weinphilosophien mit eindrucksvollen Einblicken in das größte deutsche Weinbaugebiet.
Zwischen Herkunftsprofil und gelebter Gastfreundschaft
Kürzlich waren die Deutsche Weinkönigin Anna Zenz sowie die Deutschen Weinprinzessinnen Emma Meinhardt und Katja Simon im Rahmen ihrer Deutschlandtour in Rheinhessen unterwegs. Das vielseitige Programm führte sie quer durch das größte deutsche Weinbaugebiet und zeigte die Region als spannenden Mix aus traditionsreichen Familienbetrieben, modernen Konzepten und einer klaren Herkunftsphilosophie.
Der Auftakt der Reise fand im Bio-Weingut und Gästehaus Bernhard-Räder in Flomborn statt. In familiärer Atmosphäre erhielten die Weinhoheiten erste Einblicke in nachhaltigen Weinbau und die Vielfalt rheinhessischer Betriebe. Beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Thalers – Das Lokal“ standen regionale Küche, rheinhessische Weine und der Austausch über Gastronomieprojekte der Region im Mittelpunkt.
Riesling, Sektkultur und gesellschaftliches Engagement
Am zweiten Tag führte die Tour zunächst zum VDP-Weingut Knewitz in Appenheim. Dort standen die renommierten Lagen des Welzbachtals sowie das Herkunftsmodell von MAXIME HERKUNFT RHEINHESSEN im Fokus. Besonders die Rieslinge der Region verdeutlichten eindrucksvoll die Bedeutung von Terroir und Herkunft.
Im Familienweingut Singer-Fischer erhielten die Weinmajestäten anschließend Einblicke in die Sektmanufaktur des Betriebs. Neben klassischer Familientradition und generationenübergreifender Zusammenarbeit wurde deutlich, welche Rolle handwerkliche Präzision und moderne Stilistik im rheinhessischen Weinbau spielen. Nach dem Mittagessen im Restaurant PETER & Silie besuchte die Gruppe das Weingut Dautermann in Ingelheim. Dort standen neben Burgunderkompetenz vor allem gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Das Projekt „Das blaue Schaf“ zeigte eindrucksvoll, wie Weinbau auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann.
Am Abend führte die Deutschlandtour weiter zum Weingut Eppelmann in Stadecken-Elsheim. Der ökologisch arbeitende Familienbetrieb verbindet hochwertige Sekte, charakterstarke Burgunder und ein konsequentes Qualitätsdenken. „Rheinhessen beeindruckt mit seiner enormen Vielfalt und dem offenen Austausch innerhalb der Branche. Man spürt überall den Wunsch, Tradition weiterzuentwickeln und gleichzeitig neue Wege zu gehen“, betonte Deutsche Weinprinzessin Emma Meinhardt während des Besuchs.
Roter Hang, moderne Architektur und starke Persönlichkeiten
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen markanter Herkunftslagen und moderner Weinphilosophien. Im Weingut Zehe-Clauß in Mainz-Hechtsheim erhielten die Weinhoheiten Einblicke in ökologischen Weinbau und die Vielfalt der Mainzer Winzertradition. Anschließend führte die Tour an den Roten Hang nach Nierstein-Schwabsburg zum Weingut G. G. Huff. Die markanten eisenhaltigen Böden und die weltbekannten Rieslinglagen Pettenthal und Hipping verdeutlichten eindrucksvoll die Besonderheiten rheinhessischer Terroirs.
Mit dem Besuch im Weingut Dr. Koehler in Bechtheim rückte schließlich die Verbindung aus moderner Architektur und zeitgemäßer Weinphilosophie in den Mittelpunkt. Die Weinmajestäten diskutierten dort über Markenbildung, Konzeptweine und die Bedeutung moderner Betriebsstrukturen im Weinbau. Den Abschluss des Tages bildete die Station bei Stefan Winter und Juliane Eller in Dittelsheim-Heßloch. Beide Betriebe stehen exemplarisch für die Dynamik einer jungen, qualitätsorientierten Winzergeneration und prägen die Wahrnehmung Rheinhessens weit über die Region hinaus.
Beim abschließenden „Majestätenabend“ im Bio-Weingut Bernhard-Räder kamen Vertreterinnen und Vertreter des rheinhessischen Weinbaus erneut zusammen, um die Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Die Deutschlandtour zeigte Rheinhessen als modernes, vielfältiges und selbstbewusstes Anbaugebiet, in dem Herkunft, Innovation und Gemeinschaft eng miteinander verbunden sind. Gleichzeitig unterstreichen solche Begegnungen die Bedeutung des Austauschs innerhalb der Weinbranche: Sie schaffen Verbindungen zwischen den Anbaugebieten, fördern neue Perspektiven und stärken das gemeinsame Verständnis für die Zukunft des deutschen Weinbaus.
Ansprechpartner/in
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Ina Becker
Social Media-Managerin