Weinmosternte 2025 größer als geschätzt

20.04.26

Die Weinmosternte in den 13 deutschen Weinbaugebieten erreichte 2025 insgesamt 7,66 Mio. Hektoliter. Damit fällt sie rund zwei Prozent geringer aus als im Vorjahr, liegt jedoch etwas über den Ernteschätzungen zum Ende der Weinlese. 

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Dies teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) nach Veröffentlichung der finalen Ernteergebnisse durch Destatis mit. Gegenüber dem Erntedurchschnitt der letzten zehn Jahre betrug das Minus zwölf Prozent. Eine ähnlich kleine deutsche Weinmosterntemenge wurde nach DWI-Angaben zuletzt mit dem Jahrgang 2017 erzielt, der 7,5 Mio. Hektoliter hervorbrachte.

Außergewöhnlich hohe Traubenreife

Die Weinqualitäten des 2025er Jahrgangs sind aufgrund der außergewöhnlich hohen Traubenreife ausgesprochen gut ausgefallen. „Die Traubenbeeren blieben im vergangenen Jahr zwar oftmals kleiner als üblich, dafür waren sie aber umso aromatischer und haben sehr konzentrierte und fruchtige Weine hervorgebracht“, erklärte DWI-Sprecher Ernst Büscher.

Starke Septemberniederschläge mindern Erträge

Das deutliche bundesweite Ernteminus im Vergleich zum langjährigen Mittel ist zu 90 Prozent auf kleinere Erträge in den vier größten deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Baden und Württemberg zurückzuführen. Kleinere Traubenbeeren, unterdurchschnittliche Mostausbeuten und vor allem intensive Traubenselektionen nach den starken Niederschlägen Mitte September haben allein in der Pfalz zu einem Ernteminus von 17 Prozent bzw. rund 378.000 Hektolitern gegenüber dem 10-jährigen Durchschnitt geführt. Für Rheinhessen wurden 207.000 Hektoliter Weinmost (- 8 Prozent) weniger gemeldet, für Baden minus 183.000 Hektoliter (- 16 Prozent) und die Württemberger Weingärtner haben 179.000 Hektoliter (-19 Prozent) weniger als im Schnitt der letzten zehn Jahre eingebracht. Zweistellige prozentuale Erntemengenrückgänge mussten auch die Weinerzeuger im Rheingau (-22 Prozent) und an der Hessische Bergstraße (- 16 Prozent) hinnehmen.

 Deutlicher Zuwachs nach Frostverlusten im Vorjahr

Über gute Erträge können sich 2025 viele Weinbaugebiete freuen, die im Vorjahr sehr stark unter den extremen Spätfrostschäden gelitten hatten. Dazu zählen insbesondere die beiden östlichen Gebiete Sachsen und Saale-Unstrut sowie die Ahr, die im Vergleich zu 2024 dreistellige prozentuale Mengenzuwächse verzeichneten, und auf etwas niedrigerem Niveau auch die Mosel, der Mittelrhein sowie Franken.  

Weinmosternte 2025 in Deutschland

 

2025

2024

10-J.  Mittel

VÄ zu 2024

VÄ zu 10-J. Mittel

Anbaugebiete

hl

hl

hl

%

%

Ahr

34.000

16.000

36.000

113

-6

Baden

997.000

954.000

1.180.000

5

-16

Franken

382.000

314.000

410.000

22

-7

Hess. Bergstrasse

26.000

24.000

31.000

8

-16

Mittelrhein

21.000

16.000

25.000

31

-16

Mosel

743.000

513.000

702.000

45

6

Nahe

271.000

254.000

244.000

7

11

Pfalz

1.871.000

2.229.000

2.249.000

-16

-17

Rheingau

169.000

200.000

216.000

-16

-22

Rheinhessen

2.306.000

2.609.000

2.513.000

-12

-8

Saale-Unstrut

59.000

17.000

43.000

247

37

Sachsen

30.000

7.000

24.000

329

25

Württemberg

740.000

680.000

919.000

9

-19

Andere

16.000

9.000

-

78

-

Insgesamt

7.664.000

7.842.000

8.700.000

-2

-12

Quelle: Statistisches Bundesamt, 30. März 2026

Weiterführende Informationen

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