Rotwein Wanderweg

Mit einer Gesamtlänge von rund 70 Kilometern lässt sich der Fränkische Rotwein-Wanderweg selbstverständlich nicht an einem Tag erwandern - es sei denn in einem unerquicklichen Gewaltmarsch.

Fakten

  • 14,5 km

    Distanz

  • 4 h

    Gehzeit

  • 75 m

    Höhe

Mit einer Gesamtlänge von rund 70 Kilometern lässt sich der Fränkische Rotwein-Wanderweg selbstverständlich nicht an einem Tag erwandern - es sei denn in einem unerquicklichen Gewaltmarsch.

Da wir uns aber mehr dem Genuss verschrieben haben, wollen wir uns mit der Etappe von Erlenbach bis nach Großheubach begnügen, die jedoch genug Sehenswertes für uns bereit hält. Dieser Streckenabschnitt ist mit 14,5 Kilometern Länge und nur mäßigen Höhenunterschieden ohne weiteres zu bewältigen.

Vom Erlenbacher Bergschwimmbad aus finden wir Dank der guten Ausschilderung ohne Probleme Anschluss an unseren Wanderweg. Bereits an unserem Ausgangspunkt können wir uns an einem stets aktualisierten Aushang über die jeweils geöffnete Häckerwirtschaft informieren. Über einen am Schwimmbad beginnenden schmalen Fußweg erreichen wir bald einen Aussichtspavillon und von dort aus geht es weiter hinauf auf den Hohbergsweg. Dieser führt quer durch die Erlenbacher Weinberge bis in die Klingenberger Weinberge hinüber, wo sich uns eine großartige Sicht über das Maintal eröffnet.

Wer möchte, kann jetzt zur Ruine der Clingenburg aufsteigen, die um das Jahr 1100 der Mundschenk des Kaisers Friedrich Barbarossa errichten ließ. Auf deren Terrasse bietet sich dem Auge erneut eine wahre Postkarten-Aussicht. Der Burgweg führt wieder zurück auf die eigentliche Route. Bevor es in Richtung Großheubach weitergeht, ist ein Abstecher hinunter in die historische Klingenberger Altstadt in Erwägung zu ziehen, die mit zahlreichen sehenswerten Fachwerkhäusern, einem Weinbaumuseum sowie mit hervorragender Gastronomie lockt. Ein Besuch des Weinguts Klingenberg (Wilhelmstraße 107) lohnt sich allemal!

Um auf den Weinwanderweg zurück zu gelangen, gehen wir wie folgt: Vom Weinbaumuseum ausgehend, führt der Weg über eine Treppe in die Weinanlage Schlossberg und dann weiter über Burg- und Johannesweg bis zum Stadtteil Röllfeld. Dort mündet er schließlich in die Urbanusstraße und führt dann über Oberlandstraße und Langgasse abwärts nach links in die Gartenstraße. Dieser folgen wir nun bis zur Himmeltaler Straße, um nach Ende der Bebauung rechts auf einen Feldweg einzubiegen.

Nach Überquerung des Röllbachs wandern wir durch Wiesen und Felder weiter bis zum Rossbergsweg. An dessen Einmündung gehen wir ein kleines Stückchen nach links,  biegen dann aber sofort erneut rechts auf einen weiteren Feldweg ab. Dieser führt uns nach etwa 200 Metern zu einer scharfen Rechtsbiegung, der wir bis zur Einmündung des Restbergwegs folgen. Hier wenden wir uns nach links und schlagen auf dem Restbergweg Südkurs ein. Hier lohnt sich eine kurze Verschnaufpause, um den Blick auf das Maintal, die gegenüber liegende Gemeinde Laudenbach und die malerischen Odenwaldberge zu genießen.

Dann durchqueren wir eine Weinbergsanlage, an deren südlichem Ende sich ein schattiges Waldstück anschließt. Insbesondere an heißen Sommertagen ist dieser kühle Wegabschnitt ein wahres Labsal. Der Waldweg führt uns schnell bis zur Schlucht im Lachental. Hier schwenken wir nach rechts und gehen den parallel zur Schlucht steil abwärts führenden Weg bis zum Waldrand. Dort angekommen, biegen wir nunmehr links in Richtung Großheubach ab.

Jetzt steigt unser Weg leicht an, was für uns jedoch keine große Mühsal bedeutet. Bald kommen wir an einem allein stehenden Haus vorbei, das wir rechts liegen lassen und an einigen mittlerweile brach liegenden Weinbergen vorbeiwandern. Nach gut zwei Kilometern erreichen wir den alles andere als brach liegenden  Weinberg der Staatlichen Hofkellerei Würzburg. Auf einer Fläche von ca. 4 Hektar werden hier ausschließlich Rotweinreben angebaut.

Von hieraus sehen wir bereits das Kloster Engelberg und den Weinort Großheubach – unser Ziel. Auf diesem, leicht abwärts führenden Höhenweg bleiben wir nun, um beim ersten Wohnhaus scharf rechts abzubiegen. Bald erreichen wir den Dompfaffenweg. Weiter geht’s zum Finkenhain, wo die Straße abwärts zu einem Fußweg führt. Nun biegen wir rechts in einen Feldweg ein, gehen bis zur Frühlingsstraße und überqueren am Friedhof die Röllfelder Straße. Über die Friedhofstraße, die Kirchstraße und die Mainstraße gelangen wir schließlich zum historischen Rathaus im Ortskern.

Nach dem vielen Abbiegen ist uns jetzt verständlicherweise leicht blümerant und wir bedürfen dringend der Rast. Glücklicherweise hält die örtliche Gastronomie alles parat, was hierzu nötig ist – von kulinarisch-fränkischen Genüssen bis zu vielfältigen, erfrischenden und bekömmlichen Weinen, die zumeist von den Wirten selbst angebaut werden. Zu nennen wären hier das Hotel und Restaurant „Rosenbusch“ (Engelbergweg 6) und die Gasthäuser „Zur Bretzel“ (Kirchstraße 1) sowie “Zur Krone“ (Miltenberger Str. 1).

Markierung

Schräg stehendes, gefülltes Rotweinglas auf weißem Grund mit den Umrissen der Wegstrecke.

Charakteristik

Schöne Wanderstrecke durch die Weinlagen mit Aussicht über das Maintal. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Durchgängig befestigte, gute zu benutzende Wege.

Parkmöglichkeiten

Parkplatz am Bergschwimmbad.

Hotel- und Gastronomie-Empfehlungen finden Sie auf der Webseite des Deutschen Weininstituts.

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