Turbolese mit guten Qualitäten - Der Weinjahrgang 2023 in den deutschen Anbaugebieten

29.11.23

Das Weinjahr 2023 wird als eines mit der schnellsten Lese in die Geschichte eingehen. Je nach Rebsortenspiegel und Niederschlagsverteilung ist die Weinernte regional wie auch einzelbetrieblich sehr unterschiedlich ausgefallen. Das Deutsche Weininstitut hat sich umgehört, wie sich der Weinjahrgang 2023 in den 13 Anbaugebieten entwickelt hat.

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Wetterkapriolen brachten extreme Trockenheit, der Wochen mit starken Niederschlägen folgten, die in einem extrem warmen Spätsommer mündeten. Hinzu kam, dass die meisten Rebsorten nahezu gleichzeitig reif wurden. Bei Septembertemperaturen von bis zu 30 Grad holten die Winzerinnen und Winzer ihre Trauben in den kühlen Nacht- und Morgenstunden ein, damit der Most nicht überhitzt in den Fässern landete.

Die Herausforderung des Jahres hieß vor allem, gesunde Trauben einzubringen. Vielerorts musste in den Weinbergen stark vorselektiert werden, was einerseits die Mengen reduzierte, andererseits auch gute Qualitäten sicherte und einige Spitzenqualitäten ermöglichte. Zu den Gewinnern des Jahrgangs zählen neben dem Riesling und Silvaner auch die internationalen Rotweinsorten sowie die neuen pilzresistenten Rebsorten, die ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzerregern in diesem Jahr besonders gut ausspielen konnten. Die ersten 2023er Jungweine präsentieren sich bereits sehr fruchtbetont, angenehm schlank, mit einer feinen Fruchtsäure.

Die Erträge sind in diesem Jahr je nach Rebsortenspiegel und Niederschlagsverteilung regional wie auch einzelbetrieblich sehr unterschiedlich ausgefallen. Die bundesweite Erntemenge bewegt sich mit geschätzten 8,8 Millionen Hektolitern auf dem Niveau des langjährigen Mittels und drei Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Wie sich der Weinjahrgang 2023 in den 13 Anbaugebieten entwickelt hat, hat das Deutsche Weininstitut (DWI) in Erfahrung gebracht.

Der Jahrgangsbericht für alle Gebiete steht unten auf dieser Seite als PDF zum Download zur Vergügung.

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