Es liegt zwischen Naumburg und Bad Kösen und ist der Ursprung des heutigen Landesweinguts. Die Mönche bearbeiteten das Land, machten aus Landschaft Lagen. Nach der Reformation – 1540 verließen die Mönche das Kloster endgültig – waren die Weinberge im Besitz des sächsischen Herrscherhauses und gingen nach dem Wiener Kongress an Preußen. 1543 hatte der sächsische Herzog Moritz aus dem Kloster eine Fürstenschule gemacht. Die Internatsschule, die heutige Landesschule Pforta, zu deren namhaften Schülern etwa Friedrich Nietzsche und Johann Gottlieb Fichte zählen, besteht bis heute. Es waren die Preußen, die 1899 ihre Staatliche Weinbauverwaltung im ehemaligen Kloster ansiedelten und mit einem Forschungsinstitut maßgeblich am Kampf gegen die Reblaus mitwirkten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Kloster Pforta ein volkseigenes Weingut Naumburg. Heute werden 50 Hektar Weinberge bewirtschaftet.

Der erste Weinberg des Klosters, der schon 1147 urkundlich erwähnt wurde, ist der Köppelberg. Dort gedeihen auf 7,5 Hektar unter anderen auch interessante autochthone Rebsorten wie Weißer Heunisch und weißer Elbling. Die Weinberge der Saalhäuser, direkt an der Saale und schon im 14. Jahrhundert dokumentiert, wurden nach 1830 teilweise zu Musterweinbergen gestaltet. Auf dem Muschelkalkboden dieser Lage entstehen heute mit die besten Weine des Landesweinguts. Der terrassierte Gosecker Dechantenberg, nordöstlich von Naumburg zwischen Eulau und Goseck gelegen, trägt seit 1080 Reben und wurde anfangs auch von den Mönchen bearbeitet. Hier ist Buntsandstein die Grundlage, auf denen die Riesling- und Weißburgunderreben wurzeln.

In der Vinothek Schulpforte und im stimmungsvollen Gutsrestaurant, den Saalhäuser Weinstuben, bieten sich den Besuchern viele Gelegenheiten, die ausgezeichneten Weine des Landesweinguts zu verkosten und genießen. Die viele hundert Jahre alte Tradition ist an diesem friedvollen Ort deutlich zu spüren. Auch die gotische Klosterkirche und der romanische Kreuzgang sind zu besichtigen.