Herzstück des Weinguts Brennfleck ist der spätmittelalterliche denkmalgeschützte Gutshof. Umso größer war die Herausforderung, den Um- und Erweiterungsbau des Kelterhauses in das bestehende Ensemble zu integrieren. Nicht nur in Verbindung mit dem Gutshof, sondern auch in der Enge des historischen Ortskerns. Keine leichte Aufgabe, die die Planer vom Architekturbüro Dold + Versbach in Giebelstadt da übernahmen. Und ohne die Initiative, den Mut und den Innovationswillen der Bauherren wäre Sulzfeld heute um ein architektonisches Highlight ärmer.

Die alten Gewölbekeller des Weinguts sollten nicht nur erhalten bleiben, sondern auch mit dem modernen Kelterhaus verbunden werden. So entstand an der Stelle einer alten Halle ein Neubau, dessen puristische Formensprache sich bewusst vom historischen Kontext abhebt. „Klar, schnörkellos und eigenständig“ finden die Brennflecks den kubischen Bau, dessen Wände in Sichtbeton gehalten sind. Ganz im Sinne der Bauherren setzt das Kelterhaus die Philosophie der dort gekelterten Weine um. „Die hochwertigen Materialien und die schlichte Verarbeitung geben auch dem Wein eine hohe Wertigkeit und runden so das Gesamtbild perfekt ab. Jetzt kann der Kunde nicht nur die Weinberge erkunden, sondern erhält auch Einblick in die Verarbeitung und Kellertechnik“, sagen Hugo und Susanne Brennfleck. „Und das stößt auf großes Interesse.“

Die Baustoffe sind ebenso reduziert wie die Formensprache: nüchterner Beton im Außen- und Innenbereich, Glas, Holz aus dem eigenen Wald – und an der Nahtstelle zur vorhandenen Bausubstanz auch traditioneller Muschelkalk. Eine ungewöhnliche architektonische Lösung stellt v. a. die tunnelartige Rampe zum Keller dar. Aufgrund seiner gelungenen Symbiose von Tradition und Moderne wurde das 2008 fertiggestellte Kelterhaus des Weinguts Brennfleck schon mehrfach ausgezeichnet, darunter 2010 im Rahmen des Architekturpreises Wein.

Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 08:00 - 17:00 Uhr
Samstag: 10:00 - 16:00 Uhr 
Und nach Vereinbarung