Damals hat Karlmann, der Sohn Karl Martells, Bruder König Pippins die damalige Marienkirche (spätere Kilianskirche) dem Bistum Würzburg geschenkt. Dies hatte zur Folge, dass die Bewirtschafter der Weinberge den Zehnten an die fürstbischöfliche Krone in Würzburg zu entrichten hatten. Dieser Zehnt bestand aus Obst und Wein.

Seinen Namen hat der Weinberg zweifellos von der Kirche und ihren Glocken – ob es allerdings vom Geläut her stammt, oder weil der Kirchenglöckner mit dem Wein aus der Lage bezahlt wurde, ist unklar. Der Name weist jedoch auf die besondere Beziehung zwischen Weinberg und Kirche hin. So ist die Kilianskirche noch heute von den Weinbergen dieser Lage umschlossen.

Die Glöck selbst ist heute im Alleinbesitz der Staatlichen Weinbaudomäne Oppenheim und wird ökologisch bewirtschaftet. Nur 2,1 Hektar klein ist die berühmte Lage, auf der zurzeit Riesling und Spätburgunder wachsen. Die Weine, die auf Rotliegendem mit einer hellsandigen Lössauflage unmittelbar am Rhein stehen, zeichnen sich durch ihr Spiel aus Fruchtigkeit und Mineralität aus. Eine Jahrhunderte alte Mauer, wie sie schon Mönche im Mittelalter zum Schutz der Weinberge errichteten, macht noch heute das besondere Flair der Glöck aus und schützt die Weinberge vor kalten Winden. Der Fluss, die Hangneigung von 20% und die Mauer, die den Weinberg vollständig umgibt, sorgen für ein besonderes Mikroklima.

Die Niersteiner Glöck ist beim Verband Deutscher Prädikatsweingüter VDP als „Großes Gewächs Rheinhessen“-Lage klassifiziert. Den Spitzenriesling aus der Glöck und viele andere Weine kann man in der Staatlichen Weinbaudomäne verkosten und kaufen.

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch, Freitag: 09:00 - 12:00 Uhr; 13:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 - 12:00 Uhr; 13:00 - 18:00 Uhr

Hotel- und Gastronomie-Empfehlungen finden Sie auf der Seite des Deutschen Weininstituts.