Einer für alle. Alle für einen.

Die meisten Weingüter in Deutschland sind noch immer Familienbetriebe – und auch die Winzerschaft vor Ort bildet fast überall eine große Familie.

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Die meisten Weingüter in Deutschland sind noch immer Familienbetriebe – und auch die Winzerschaft vor Ort bildet fast überall eine große Familie. So auch in unserem Weinort, wo diese über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen noch immer vorhanden sind. Neben der Brauchtumspflege, der Unterstützung von Vereinen, oder dem Erhalt unserer wunderbaren Kulturlandschaft übernimmt die Winzerschaft aber auch viel Verantwortung untereinander. Kurz: Man kann sich immer auf sie verlassen.

Ein schönes Beispiel dafür ist der sogenannte Betriebshelfer, als der ich seit meiner Ausbildung bereits siebenmal im Einsatz war. Denn wenn ein selbstständiger Winzer in der Saison wegen eines Unfalls oder einer Krankheit ausfällt, muss der Betrieb ja weitergehen – vor allem in der Erntezeit. Andernfalls droht der Totalverlust der Trauben und somit des Einkommens. Die Existenz des Betriebes wäre gefährdet.

Als junger Mensch waren das die spannendsten Erfahrungen, die ich im Weinbau je gemacht habe. Man muss sich in einem völlig fremden Betrieb, mit ganz anderen Voraussetzungen beweisen. Oft ist niemand da, der einem sagen kann, wie das normalerweise läuft. Zumal das ja quasi über Nacht funktionieren muss. Man hat eine riesige Verantwortung für den Betrieb eines Kollegen. Vor allem aber steigert es ungemein den Zusammenhalt innerhalb der Winzerschaft. Und überhaupt: Die Selbstverständlichkeit, mit der viele Aufgaben in der Gesellschaft übernommen werden, fasziniert mich und es macht mich sehr stolz, zu diesem Kreis dazuzugehören.

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