Gut Hermannsberg

Ankommen, aufatmen, durchatmen. Schon die Anreise durchs malerische Nahetal lässt Reisende ruhig werden und entspannen. Eine traditionsreiche Gegend, in der mit Gut Hermannsberg eines der aufstrebenden Rieslinggüter Deutschlands liegt. Seit der Übernahme 2009 zeigen die neuen Inhaber Christine Dinse und Jens Reidel, wie man Historisches mit Modernem perfekt verbinden kann.

1902 wurde Gut Hermannsberg als Königlich-Preussische Weinbaudomäne gegründet, Keltereigebäude und Direktorenhaus entstanden in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Schweifgiebel und Gauben in steilen Schieferdächern und mächtige Gebäudesockel aus dem Porphyrbruchgestein der Umgebung erinnern noch heute an die Gründerzeit, so wie auch das mächtige Gebälk Spuren der alten Maschinenbefestigungen zeigt. Große Industriependelleuchten sowie ein neuer Belag, der dem ursprünglich hier verlegten Werkstattboden ähnelt, sind weitere liebevolle Details, die einen bemerkenswerten Reiz zwischen Urzustand und Gegenwart erzeugen. Bis zu 60 Gäste finden bei Weinproben in der 160 Quadratmeter großen Vinothek Platz, die Panoramaterrasse fasst 40 Besucher.

Gut Hermannsberg ist Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), der die ca. 30 Hektar Rebfläche des Weingutes in den Gemeinden Schlossböckelheim, Niederhausen, Traisen und Altenbamberg als VDP.GROSSE LAGEN klassifiziert hat. Die Weinberge von Gut Hermannsberg sind zu 95 Prozent mit Riesling bestockt. Er ist das „Steckenpferd“ von Kellermeister Karsten Peter, der das Gut gemeinsam mit Achim Kirchner leitet. Gemeinsam konzentrieren sie sich mit ihrem Team ganz auf die Riesling-Tradition des Gutes und vinifizieren dank der Exposition und Bodenbeschaffenheit der hervorragenden Lagen feinste und ausdrucksstarke Rieslinge. Seit 2014 ergänzen zwei feine Sekte nach traditioneller Flaschengärmethode das Sortiment.

Ein romantisches Kleinod ist das Gästehaus von Désirée und Christian Patsch, die als Gastgeber auch für die Gastronomie des Gutes verantwortlich sind. Freitags- und Samstagsabends bietet die Gutsküche das „Menü am Wochenende“, ein Drei-Gänge-Menü mit Weinbegleitung. Highlight sind die „Weinschmecker Wochenenden“. Einmal im Monat lädt die Gutsküche zum kulinarischen Dialog, der in fünf Gängen beste Weine mit Gaumenfreuden gekonnt vereint. Wer danach einfach bleiben möchte, hat die Möglichkeit sich in einem der elf Zimmer und Suiten des Gästehauses einzumieten.

Wer mehr über die Historie dieses Ortes, des Rieslings im Speziellen und des Weins an sich erfahren möchte, dem sei das Buch von Inhaberin Christine Dinse empfohlen. „Gut Hermannsberg: Die Geschichte der königlich-preußischen Rieslingdomäne“ ist ein fesselndes Stück Wein-, Kultur- und Zeitgeschichte. Bislang unveröffentlichte Originalakten, Verkostungsnotizen, historische Karten, Fotos, Dokumente sowie großformatige Landschaftsaufnahmen illustrieren eindrucksvoll den langen Weg vom „fiskalischen Musterweinberg“ der Jahrhundertwende bis zum Neuanfang als Gut Hermannsberg.

 

Öffnungszeiten

März - Oktober
Dienstag - Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 12:00 - 18:00 Uhr
Montags nach Vereinbarung

November – Februar
Dienstag - Samstag: 10:00 - 18:00 Uhr
Montag, Sonntag, Feiertag nach Vereinbarung

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