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Weine aus Deutschland und Bordeaux: Erstmalig erfolgversprechende Kooperation in den USA

18.02.2019

Unter dem Motto: "Clink Different" werden die Bordeaux-Weinwerbung Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB) und das Deutsche Weininstitut (DWI) ab März 2019 erstmals gemeinsam ihre Weine in den USA bewerben.


Für die dreijährige Kampagne steht ein Budget von 9,8 Mio. Euro zur Verfügung, das zu 80 Prozent von der Europäischen Union im Rahmen des EU-Programms „Enjoy, it’s from Europe“ finanziert wird. Der gemeinsame Antrag konnte sich nach einem aufwändigen Bewerbungsprozess gegen zahlreiche Anträge aus ganz Europa durchsetzen.

Schwerpunkt: Westküste und Südosten der USA

Die Marketingaktivitäten werden sich auf die US-Staaten Kalifornien, Oregon und Nevada an der Westküste sowie South Carolina, Florida und Georgia im Südosten des Landes konzentrieren. Unabhängig davon werden die bisherigen Aktivitäten der beiden Marketingorganisationen in den USA weiter fortgeführt und mit den EU-geförderten Maßnahmen abgestimmt. Das „Clink Different“-Programm richtet sich an Meinungsbildner aus Handel, Gastronomie und den Medien im US-Markt, und wird auch den Konsumenten die europäische Weinkultur durch atmosphärische Events näher bringen.

Für DWI-Geschäftsführerin Monika Reule und Allan Sichel, CEO des CIVB, liegen die Vorteile für eine gemeinsame Promotion von Weinen aus Deutschland und Bordeaux auf der Hand: „Die USA zählen für Deutschland wie Bordeaux zu den wichtigsten Auslandsmärkten, ohne dass es dort bei unseren Rebsortenangeboten zu Überschneidungen kommt“, erklärt Reule, und Allan Sichel ergänzt: „Ein wesentlicher Grund für unsere Kooperation liegt auch in unserer gemeinsamen Historie, Kultur sowie der Art und Weise, unser Leben zu genießen."

Ein Viertel der deutschen Weinexporterlöse

In den USA liegt der auf die Gesamtbevölkerung bezogene Pro-Kopf Konsum bei rund elf Litern im Jahr und damit deutlich unter dem von Frankreich (41,7 l) oder Deutschland (23,8 l). Dabei wird nur etwa ein Drittel der in den USA konsumierten Weine importiert. Für die deutschen Weinerzeuger sind die Vereinigten Staaten seit 2006 der wichtigste Auslandsmarkt.

Mit einem Exportvolumen von 172.000 Hektolitern im Wert von 72 Millionen Euro wurden dort im Zwölfmonatszeitraum bis November 2018 rund ein Viertel der deutschen Weinexporterlöse erzielt. Aus Bordeaux wurden bis Ende November letzten Jahres fast 200.000 Hektoliter Wein im Wert von 280 Millionen Euro in die USA ausgeführt, die damit mengenmäßig den zweitwichtigsten Exportmarkt darstellen und auf den Wert bezogen an dritter Stelle stehen.

Monika Reule und Allan Sichel freuen sich auf eine erfolgreiche gemeinsame Zusammenarbeit und sind sehr zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die USA einen verlässlichen Weinmarkt mit Wachstumspotenzial darstellen.

Über den CIVB (Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux)

Der CIVB vertritt fast 6.100 Bordeaux-Produzenten und 300 Weinhändler. Er hat vier Aufgaben:

  • Marketing: Durch verschiedene Kommunikations­kampagnen fördert der CIVB die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Mit seinem Wirtschaftsforschungsdienst will der CIVB das Wissen seiner Mitglieder über die Trends der Märkte von der Produktion bis zum Vertrieb verbessern.
  • Eine technische Mission befasst sich mit allen qualitätsrelevanten Fragen, indem sie neue Bestimmungen zu Umwelt und Lebensmittelsicherheit vorwegnimmt und die Werte des Erbes des Weins bewahrt und schützt.
  • Schließlich das allgemeine Interesse der Industrie: Schutz des Terroirs, Bekämpfung von Fälschungen und Entwicklung des Weintourismus.

Weitere Informationen: www.bordeaux.com

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