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5,5 Milliarden Euro durch Weintourismus

25.02.2019

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Hochschule Geisenheim University haben erstmals mit Unterstützung aller 13 Gebietsweinwerbungen bundesweit die wirtschaftliche Bedeutung des Weintourismus wissenschaftlich untersucht.


Starke Wertschöpfung durch Tourismus in Weinregionen

Danach reisen jährlich 50 Millionen Menschen primär wegen des Weines in die deutschen Weinregionen geben dort von 5,5 Milliarden Euro aus. Damit ist das Einkommen von rund 86.000 Menschen in den 13 Anbaugebieten direkt vom Weintourismus abhängig.

Insgesamt erwirtschaftet der Tourismus hierzulande in den Weinbaugebieten einen Gesamtumsatz von 29,9 Milliarden Euro im Jahr. Mit einem Anteil von 18 Prozent am Gesamtumsatz tragen sie dabei überdurchschnittlich stark zur Wertschöpfung bei. 

Zweijährige Studie: Hohe wirtschaftliche Bedeutung

Die Daten basieren auf einer zweijährigen Studie, für die 900 Weingüter und 4.500 Touristen in allen deutschen Weinbaugebieten befragt wurden. Die Unterschiede zwischen Weintouristen und Nicht-Weintouristen ergaben sich durch deren detaillierte Auskünfte darüber, wie viel Geld sie für welche Leistungen täglich im Urlaub ausgegeben haben. Aus den Gesamtausgaben und den Besucherzahlen haben die Experten die wirtschaftliche Bedeutung errechnet.

"Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft"

Initiiert wurde die Studie vor dem Hintergrund der Feststellung der Bundesregierung aus dem Jahr 2015, wonach sie den Weintourismus für ein wichtiges Marktsegment hält. DWI-Geschäftsführerin Monika Reule sieht in diesen Daten eine wichtige Entscheidungsbasis für weitere touristische Investitionen in den Anbaugebieten: "Viele Weinregionen haben ihr weintouristisches Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft", so Reules Einschätzung.

Die beiden Wissenschaftler, Prof. Dr. Gergely Szolnoki und Maximilian Tafel der Hochschule Geisenheim University betonen: „Der Weintourismus hat in Deutschland eine enorme wirtschaftliche Bedeutung und sollte daher auch weiterhin im Fokus der Politik stehen.“

Zusammenfassung der Studie als pdf

Weiterführende Informationen zu der Studie können bei der Hochschule Geisenheim University und dem Deutschen Weininstitut angefordert werden.

Ansprechpartner Hochschule Geisenheim University

Institut für Wein- und Getränkewirtschaft www.hs-geisenheim.de
Prof. Dr. Gergely Szolnoki / Maximilian Tafel
gergely.szolnoki(a)hs-gm.de / maximilian.tafel(a)hs-gm.de

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