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Weinjahrgang 2019 bringt weniger Menge

04.10.2019

Europaweite Weinmosternte ebenfalls unter Durchschnitt

 

Die Weinlese neigt sich in diesem Jahr aufgrund einer guten Traubenreife und der feuchten Herbstwitterung bereits etwas früher als erwartet dem Ende zu. Dabei sind die bislang eingebrachten Mengen deutlich geringer ausgefallen, als im außergewöhnlich ertragsstarken Jahr 2018 (+18 % i.V. zu 10-J.Ø). Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis einer ersten Ertragsschätzung mitteilt, wird die bundesweite Weinmosternte 2019 mit voraussichtlich 8,6 Millionen Hektolitern 17 Prozent unter der Vorjahresmenge und zwei Prozent unter dem zehnjährigen Mittel von 8,8 Millionen Hektolitern liegen.

 


Zu der Ertragsminderung haben insbesondere das zweite trockene Jahr in Folge, aber auch Sonnenbrandschäden an den Trauben sowie regional begrenzte Hagelschläge geführt. Allerdings gibt es sowohl unter den dreizehn Anbaugebieten als auch innerhalb der einzelnen Regionen und sogar innerhalb einzelner Weinlagen relativ große Ertragsdifferenzen.
In den drei größten deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen, Pfalz und Baden aber auch an Mosel und Nahe schwanken die prognostizierten Erntemengen nur leicht um den zehnjährigen Durchschnittswert. Mit einem Minus von 19 Prozent erwarten die Erzeuger in Saale-Unstrut die größten Ertragsrückgänge. Aber auch in Franken, Württemberg oder an der Ahr liegen die erwarteten Erntemengen zehn bis 15 Prozent niedriger, als im Schnitt der letzten zehn Jahre. Über ein voraussichtliches Plus von 30 bzw. 24 Prozent freuen sich die Erzeuger in Sachsen und am Mittelrhein.
Die 2019er Weinmosternte wird nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit etwas kleiner ausfallen. Nach einer ersten Ernteschätzung der EU-Kommission wird sich die diesjährige Erntemenge auf 161,3 Millionen Hektoliter belaufen, was einem Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und vier Prozent im Vergleich zum fünfjährigen Mittelwert entspricht. Die drei größten Weinerzeugerländer Europas Italien (46,14 Mio. hl), Frankreich (43,36 Mio. hl) und Spanien (40 Mio. hl) steuern laut der Prognose 80 Prozent der diesjährigen Weinmosternte in Europa bei.

Vorausschätzung der deutschen Weinmosternte 2019

 

Ø=2009-2018

Schätzung

Veränderung

Anbaugebiet

10 Jahresmittel

27.09.2019

ggü 10-J. Ø

 

hl

hl

%

Ahr

39.000

33.000

- 15

Mittelrhein

28.000

35.000

24

Mosel

755.000

770.000

2

Nahe

316.000

305.000

- 3

Rheinhessen

2.480.000

2.500.000

1

Pfalz

2.198.000

2.150.000

- 2

Rheingau

210.000

205.000

- 2

Hess. Bergstraße

30.000

34.000

14

Franken

443.000

375.000

- 15

Württemberg

1.020.000

920.000

- 10

Baden

1.218.000

1.200.000

- 1

Saale-Unstrut

43.000

35.000

- 19

Sachsen

21.000

27.000

30

Deutschland

8.801.000

8.589.000

-2

Quelle: DWV u. amtl. Stellen

 

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Die Weinlese neigt sich etwas früher als erwartet dem Ende zu.

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