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Meldungen aus dem DWI

Alkoholfreie Weine und Sekte im Trend

24.07.2019

Das Angebot alkoholfreier Weine und Sekte aus deutschen Kellern hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Denn die Verbraucher fragen - ähnlich wie beim Bier - zunehmend auch nach alkoholfreien Weinvarianten.


Viele Menschen, die beim Weingenuss auf den Alkohol verzichten möchten, glauben, dass man stattdessen Traubensaft trinken könnte. Doch weit gefehlt! Traubensaft beinhaltet nur die fruchtigen Aromen aus den Trauben, ihm fehlt der „weinige“ Geschmack, der erst durch die Gärung entsteht. Natürlich ist Traubensaft dennoch ein sehr schmackhaftes und gesundes Getränk, das - ob weiß oder rot - zudem eine kräftige Süße aufweist. Und wem der pure Traubensaft zu süß ist, kann ihn zu gleichen Teilen mit Sprudelwasser mischen und als sogenannte „Schorle“ genießen.

Eine besondere Form des sprudelnden Traubensafts ist ein Traubensecco. Hierfür wird dem Saft wie bei einem Perlwein, auch „Secco“ genannt, Kohlensäure zugesetzt – pure prickelnde Frucht also. Erhältlich sind diese verperlten Traubensäfte bei vielen Winzern und in diversen Online-Shops.

Herstellung alkoholfreier Weine

Alkoholfreie Weine entstehen, indem man einem fertigen Wein den Alkohol, der durch die Vergärung des Zuckers entstanden ist, wieder entzieht. Dies geschieht mittlerweile sehr aromaschonend bei relativ niedrigen Temperaturen. Geschmacklich haben sich die alkoholfreien Weine in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Als Grundweine werden dafür gerne Bukettsorten wie Sauvignon Blanc oder Gewürztraminer verwendet. Dadurch erhält das Endprodukt ein intensives Aroma, was den fehlenden Alkoholanteil im Wein ein Stück weit ausgleicht. Denn Alkohol ist ein Geschmacksträger, wie das Fett im Essen.

Schaumweine ohne Volumenprozente

Bei den Schaumweinen ohne Volumenprozente kompensiert die Kohlensäure geschmacklich den fehlenden Alkohol recht gut. Sie sind auch im Handel bereits breit distribuiert. Mit etwa 15 Millionen Flaschen pro Jahr ist die Produktion von alkoholfreien Sekten jedoch deutlich größer als die von alkoholfreien Weinen. Mit einem geschätzten Volumen von etwa drei bis fünf Millionen Flaschen bewegt sich der Anteil alkoholfreier Weine an der gesamtdeutschen Weinproduktion derzeit allerdings erst bei etwa einem halben Prozent, jedoch mit wachsender Tendenz, wie nahezu alle Anbieter berichten.

Weinrechtlich gesehen muss alkoholfreier Sekt übrigens als „Schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein“ gekennzeichnet werden. Alkoholfreie Weine und Sekte müssen weniger als 0,5 Volumenprozent Alkohol aufweisen.

Video bei "Volle Kanne"

Dass Weingenuss auch alkoholfrei geht, erklärt DWI-Marketingleiter Steffen Schindler im Beitrag der ZDF-Sendung "Volle Kanne" vom 24.07.2019.