Qualität im Glas

Qualität-Standards 

Geprüfte Qualität im Glas

Deutsche Spitzenweine werden nicht bereits als solche „geboren“, weil sie aus bestimmten Lagen oder Betrieben stammen. Es gibt weder Namen noch Weinbergslagen, die ein für allemal ein Privileg zur Erzeugung von Spitzenweinen haben. Es geht hierbei allein um die konkret nachgewiesene Qualität im Glas. Jeder Winzer muss sich mit jedem Jahrgang und Wein aufs Neue durch Leistung bewähren.

Die TÜV-Prüfung des Weins

Seit 1971 wird jeder Qualitätswein von der amtlichen Stelle zum einen chemisch analysiert und sensorisch geprüft. Die anschließende amtliche Prüfungsnummer, die die Prüfkommission beim Bestehen des Weines vergibt, muss auf dem Etikett vermerkt werden. Das dreistufige System der Qualitätsprüfung sichert damit eine Mindestqualität innerhalb der einzelnen Güteklassen. Neben der Prüfung des abgefüllten Weines werden auch das Herbstbuch und das Kellerbuch überprüft. In diesen beiden Büchern sind unter anderem die Erntemengen, die Rebsorten und Mostgewicht sowie die Zu- und Verkäufe notiert. Zur chemischen Analyse werden die Erzeugnisse in einem amtlich zugelassenen Weinlabor untersucht. Vor allem die wesentlichen Inhaltsstoffe sowie Zusatzstoffe und die Einhaltung ihrer Grenzwerte werden hier überprüft. Nachdem dem Wein bescheinigt wurde, dass er chemisch und physikalisch von einer einwandfreien Beschaffenheit ist, werden drei Musterflaschen zur amtlichen sensorischen Prüfung eingereicht. Nach einem 5-Punkte-Schema werden die Winzererzeugnisse hier von einer unabhängigen Kommission aus Vertretern der Weinwirtschaft, der weinbaulichen Forschung, den Absatzbranchen, der Verbraucherschaft und der Weinkontrolle verkostet. Damit sichert die sensorische Prüfung einen geschmacklichen Qualitätsstandard und schließt weitgehend aus, dass Weine mit optischen oder geschmacklichen Fehlern auf den Markt kommen.


Prämierungen als Orientierungshilfe

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung bieten beispielsweise die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) sowie weitere Organisationen oder Verbände Gütezeichen an, die dem Verbraucher bei der Weinauswahl behilflich sein können. Mit diesen Auszeichnungen werden Weine mit überdurchschnittlicher Güte gekennzeichnet. Eines haben diese unterschiedlichen Wettbewerbe jedoch alle gemeinsam: Die Weine werden verdeckt von einer unabhängigen Fachkommission getestet. Mit diesem Verfahren ist die höchstmögliche Objektivität hergestellt, die möglich ist.

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