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Ahr

Der Rotwein von der Ahr ist legendär. Ein schöner Anreiz, sich einmal selbst zu Fuß auf die Spur des köstlichen roten Rebensaftes zu machen. Unsere etwa viereinhalbstündige Wandertour nimmt ihrem Anfang am Bahnhof von Altenahr. Von dort führt der Weg in Richtung Ahrweiler.
 

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Der erste optische Höhepunkt ist die Ruine der um 1100 errichteten Burg Are, zu der ein Steilaufstieg von der Kreuzung Tunnelstraße/Rossberg aus führt. Wer mag, kann bereits hier eine Rucksack-Rast einlegen. Oder sich von hier aus gleich unserem eigentlichen Ziel zuwenden, dem Rotweinwanderweg (kurz RWW genannt).

Die einst vom Grafen Theoderich von Are erbaute Burg befindet sich etwas abseits des Weges; die großartige Aussicht vom Bergfried lässt aber alle Anstrengungen des Aufstiegs auf dem mit Schiefer durchsetzten Pfad vergessen. Ein beeindruckendes Landschaftspanorama können wir auch auf unserer ersten Etappe entlang des „Altenahrer Ecks“ genießen. Im Anschluss geht es durch einen kleinen Mischwald, der im Sommer angenehmen Schatten spendet. Vor uns liegt nun bald Mayschoß. Wir genießen noch ein wenig den Blick auf den sich malerisch ins Tal schmiegenden Ort, bevor wir uns an den Abstieg machen.

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Dieser führt uns rund um den  Etzhardt, einen Umlaufberg der Ahr, sodass sich uns während unseres Abstiegs eine sich stets reizvoll verändernde Aussicht auf das erstmals 1106 erwähnte Mayschoß bietet. Entlang der Ahr-Rotweinstraße laden uns in dem Ort zahlreiche Gelegenheiten zu ausgiebigen Erholungspausen mit einem guten Tropfen ein, z.B. die Weinstube Kraus (Ahr-Rotweinstraße 35), das Restaurant-Weinhaus Winzer Verein (Ahr-Rotweinstraße 42) und das Hotel Weinhaus Kläs (Ahr-Rotweinstraße 50).

Doch Mayschoß hat noch mehr zu bieten: So verfügt das Städtchen mit der Saffenburg aus dem 11. Jahrhundert nicht nur über die älteste Burganlage des Ahrtals, sondern zugleich auch über die älteste, handelsgerichtlich eingetragene Winzergenossenschaft der Welt aus dem Jahr 1868. Mehr als 1 Million Flaschen Qualitätswein produzieren die 320 eingetragenen Mitglieder jährlich! Ein Besuch dieser als einzige Genossenschaft Deutschlands mit drei Trauben im Gault Millaut ausgezeichneten Winzervereinigung lohnt sich in jedem Fall.

An dieser Stelle gilt es nun zu entscheiden, wie es weitergehen soll: Vom Bahnhof Mayschoß aus können wir den Weg über die Ahrbrücke nach rechts entlang der Bundesstraße in Richtung Rech einschlagen. Eine besonders abwechslungsreiche und daher empfehlenswerte Tour von ca. 1,5 Stunden Dauer. Oder wir entscheiden uns für den Weg nach Dernau, das wir in etwa 2,5 Stunden erreichen können.

Hierfür wechseln wir am Bahnhof unmittelbar auf die andere Straßenseite und nehmen unseren Weg mitten zwischen den Gebäuden der Winzergenossenschaft hindurch, der uns hinauf ins Oberdorf führt. Immer entlang der Tiergartenstraße und der „Deutzer Wiese“ erreichen wir den RWW nunmehr am Ortseingang aus Richtung Altenahr. An diesem Aussichtspunkt eröffnet sich unserem Blick ein phantastisches Panorama auf das im Talkessel liegende Mayschoß und die umgebenden Berge.

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Wenn wir den Ort jetzt umrunden, erreichen wir nach gut zwei Kilometern wieder den Ausgangspunkt der erwähnten Alternativ-Tour nach Rech. Von hier aus wandern wir, Rech rechts liegen lassend und den Schildern folgend, in einem weiten Bogen an der „Mosesquelle“ entlang zu unserem Endziel nach Dernau. Den ganzen Weg über können wir uns dabei an der herrlichen Aussicht über das Ahrtal erfreuen.

Direkt am Ortseingang befindet sich der Dernauer Bahnhof. Jedoch sollten wir vor unserer Rückfahrt noch ein wenig verweilen, um in eine der urigen Straußwirtschaften einzukehren. Empfohlen seien hier stellvertretend die Straußwirtschaft „Im Burggarten“, die passenderweise an der Burgstraße liegt, die Gutsschänke Meyer-Näkel (Bachstraße 26), die Straußenwirtschaften der Weingüter Volker Riske (Wingertstraße 26 – 28) und Kreuzberg (Schmittmannstraße 31) oder aber das Weingut „Schloßhof“ (Hauptstraße 49).

Nach dieser abschließenden Stärkung fahren wir mit der Bahn zurück nach Altenahr, wobei wir noch einmal die wunderschöne Landschaft an uns vorbeiziehen lassen.