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Sachsen

An dieser Stelle auch nur oberflächlich über die kulturelle Bedeutung Dresdens mit seiner reichen Geschichte und seinen vielen unsagbar kostbaren Kunstschätzen berichten zu wollen, würde sicher den Rahmen nicht allein dieser Beschreibung sprengen.
 

Wir wollen daher keine Zeit verlieren und uns gleich an die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 3 in Dresden-Wilder Mann, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung auf dem teilweise etwas verwinkelten Sächsischen Weinwanderweg, machen.

Wir überqueren die Großenhainer Straße und betreten damit den Stadtteil Trachau. Der Bergseite zugewandt, biegen wir nun links in die Schützenhofstraße ein und stehen jetzt vor Dresdens ältestem Weinberg, der sich von der Hausnummer 2 bis etwa zur Böttgerstraße erstreckt. Nach Passieren der Nr. 50 steigen wir jetzt eine ziemlich steile ehemalige Weinbergstreppe hinauf zur Galileistraße und wenden uns nach rechts zur Neuländer Straße. Dieser folgen wir aufwärts bis zur zweiten Rechtskrümmung, an der wir links abbiegen und an einem Spielplatz entlang schließlich die Moritzburger Landstraße erreichen.

9ff50a36-1664-4e11-b157-33c15f440fd3Auf einem Fuß-Radweg nach links gehend, unterqueren wir die Autobahn und stehen nach 400 Metern vor dem Hauptportal des Heidefriedhofs. Gegenüber führt uns eine asphaltierte Schneise auf dem Boxdorfer Weg ca. 100m bis zu einem nach links abzweigendem Waldweg. Dieser biegt nach einigen hundert Metern scharf rechts ab und steigt etwas an. Oben angelangt, schwenken wir rechts auf einen Weg ein, überqueren ein Wegekreuz mit der Rot-Punkt-Markierung des Augustuswegs und den Ausschilderungen folgend gelangen wir zur Gaststätte „Waldesruh“, die in der Bevölkerung auch als „Waldmax“ bekannt ist. Nun gehen wir die Waldhofstraße weiter bis zum Waldhof. 150 Meter weiter, biegen wir jetzt in einem spitzen Winkel ab und gehen nun auf dem Lößnitzweg zum Waldrand. Auf dem abwärts führenden Weg kommen wir dabei immer wieder an Bruchsteinmauern ehemaliger Weinberge vorbei. Wir wandern weiter, bis zum Augustusweg, entlang der Rot- Punkt- Markierung und durchqueren einen zu Boxdorf gehörenden Siedlungsteil.

Rechts ab führt uns nun die Weinbergstraße 200 Meter bis zum Weinbergshaus, einem prächtigen, 1670 errichteten Fachwerkbau. An der Ecke Moritzburger Landstraße/Dresdener Straße treffen wir auf das Hotel und Gaststätte „Baumwiese“, in dem wir uns für den weiteren Weg mit regionalen Wein und köstlichen Gerichten Kräfte sammeln wollen.

Vom gegenüberliegenden Parkplatz aus führt uns ein schmaler Waldweg parallel zum Augustusweg nach Westen und den unteren Nesselgrund hinunter zum Fiedlerhof. Jetzt liegt die Karl-May-Stadt Radebeulvor uns. Am westlichen Nesselgrundhang erstreckt sich vor unseren Augen jetzt eine historische Weinbaulandschaft, welche trotz des seit gut 100 Jahren wuchernden Waldes nicht zu übersehen ist: terrassierte Hänge mit Bruchsteinstützmauern, steile schmale Treppen, Brunnen und Winzerhäuser bestimmen das Bild. Wir wandern nun den Nesselgrund aufwärts bis zur Hochfläche, biegen dann links ab auf die Haidebergstraße bis zur Klinik Haideberg und setzen unseren Weg sodann auf einer steil abwärts führenden Treppe durch einen ehemaligen Weinberg fort, bis wir wieder auf den Augustusweg treffen.

eff50a36-1664-4e11-b157-33c15f440fd3Diesen verlassen wir nach rechts abbiegend, um auf die Eduard-Bilz-Straße zu gelangen und biegen dann links in dieWeinbergstraßeein, die ihrem Namen alle Ehre macht: Zu beiden Seiten erfreuen Weinberge unser Auge. Vor dem Haus Lorenz (Nr.28) biegen wir im Anschluss rechts in die Weberstraße ein, die schließlich in den Eggerwegübergeht. Dieser führt uns nun mit abwechslungsreichen Aus- und Tiefblicken in Serpentinen und z. T. über Stufenfolgen bergan bis zur Gaststätte „Spitzhaus“. Nach einer kleinen Rast mit köstlichem Wein geht es auf der Spitzhausstraße zum Bismarckturm [von Radebeul]. Das Denkmal wurde 1907 eingeweiht und ist stolze 18 Meter hoch.  In dem hohlen Bauwerk sollte ursprünglich das Brennmaterial für die Feuer anlässlich der geplanten Bismarckfeiern gelagert werden. Den Spitzhausweg gehen wir bis zum Ende. An einem kleinen Pavillon treten wir einen langen Abstieg über die Spitzhaustreppean, hinab durch steile Weinbergslagen.

Jetzt erreichen wir das Weingutmuseum Hoflößnitz, welches 1650 unter Kurfürst Johann Georg I. entstand und heute Bestandteil einer städtischen Stiftung ist. Durch das Tor gelangen wir auf den Knohllweg, der uns abwärts führend in einem Rechtsbogen wieder auf die Weinbergstraße bringt. ad5406d0-9689-4e11-f4fa-c3855f440fd3Abermals geht es nach rechts auf die Lößnitzgrundstraße. Nach Überschreitung der Gleise der Traditionsbahn Radebeul-Radeburg, liebevoll genannt „Lößnitzdackel“, geht es kurz links bergan und weiter nach rechts auf die Paradiesstraße. Unser Weg führt uns bis zur Dr. Rudolf-Friedrich-Str. Rechts bleiben wir auf der Rot-Punkt-Markierung und beigen nach 50 links in die Jägerhofstraße ein. Jetzt laufen wir teilweise über Stufen hinauf bis zur sogenannten „Sängerhöhe“ an der Einmündung der Jägerstraße. Nun geht es links auf dem Höhenwegweiter bis zur Kreuzung mit der Finsteren Gasse, der wir links abwärts durch einen früheres Weinbergsgelände bis zur Oberen Bergstraße folgen. Linksabbiegend folgen wir dieser westwärts bis zur Oberen Burgstraße. In diese biegen wir links ein zur „Friedensburg“.

An der Bergseite dieser ehemaligen Gaststätte folgen wir einem Weg halbrechts abwärts, der dann bald in die Burgstraße übergeht. An der Oberen Bergstraßebiegen wir nach Rechts ab. Wenn wir uns nun nach links wenden, kommen wir bald zum historischen Minckwitzschen Weingut, das seit dem frühen 18. Jahrhundert bewirtschaftet wird und das sich mit seinem Weinberg bis zur Finsteren Gasse 5 erstreckt. Nach der Einmündung der Kellereistraße endet die Straße etwa 200 Meter weiter mit ein paar Stufen an der Moritzburger Straße, der wir abwärts folgen, um gleich wieder rechts in die Mohrenstraße abzubiegen und ihr aufwärts zu folgen.

An der Winzerstraße wenden wir uns nach Rechts, gehen weiter bis zur Wackerbarthstraße und erreichen das Staatsweingut Schloss Wackerbarth. fb5406d0-9689-4e11-f4fa-c3855f440fd3Zurück auf der Mohrenstraße, nachdem man Wackerbarth besichtigt hat, geht man diese weiter hinauf. Hinter den Mauern von Haunummer 10 verbirgt sich das Berghaus von Neufriedstein, das sogenannte Mätressenschlösschen 1771; auf den Ebenbergen passieren wir eine nach 1910 erbaute Wohnsiedlung und erreichen so die Volkssternwarte„Adolph Diesterweg“, von wo aus wir eine hervorragende Aussicht genießen.

Den roten Markierungen folgend, vorbei am Jacobstein, steigen wir nun abwärts zur Mittleren Bergstraße, auf der wir westwärts in Richtung unseres Zielortes Zitzschewig wandern. Dort angekommen, erreichen wir über die Gerhart-Hauptmann-Straße die Haltestelle der Straßenbahnlinie 4, die uns nach Coswig oder Radebeul und Dresden bringt. Weiter über die Gerhart-Hauptmann-Straße, die Meißner Straße links und die Coswiger Straße rechts kommen wir direkt zur Station Zitzschewig der S-Bahn nach Meißen bzw. Radebeul und Dresden.