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Entlang der Deutschen Weinstraße

Die älteste Touristikroute Deutschlands ist eine der Schönsten: Dank des milden Klimas blühen hier schon im März Mandeln und Magnolien am Straßenrand.
 

Das buchstäblich längste Weinfest weit und breit feiert man in der Pfalz: Am letzten Wochenende im August können die Besucher während des „Erlebnistages Deutsche Weinstraße“ nicht allein Pfälzer Wein, sondern auch die bezaubernde Landschaft zwischen Pfälzerwald und der Rheinebene zu Fuß oder auf dem Rad kennen lernen.
Über 85 Kilometer erstreckt sich das grüne Band „Deutsche Weinstraße“: Sie beginnt in Bockenheim, nahe dem beschaulichen Zellertal südlich von Worms bis nach Schweigen nahe der französischen Grenze (zahlreiche Rad- und Wandertouren siehe www.deutsche-weinstrasse.de).  
In zahlreichen exotischen Parks, etwa in Deidesheim und Maikammer, verströmen auch Orangen, Dattelpalmen und Zypressen ihre Düfte. Im Kurpark von Gleisweiler (www.gleisweiler.de) wachsen neben Bananen auch Mammutbäume. Nach einer Wanderung kann man sich unter der Walddusche abkühlen. In Sankt Martin gedeihen Pflanzen aus dem Heiligen Land (www.sankt-martin-pfalz.de). Zu festen Terminen zwischen April und Oktober und nach Vereinbarung gewähren private Gartenbesitzer Besuchern Einblick in ihr Reich (www.offenegaerten-pfalzundelsass.de).

Durch Kraut und Rüben
Der nördliche Teil der Weinstraße erstreckt sich von Neustadt über Bad Dürkheim und das Leininger Land bis nach Bockenheim. In dem Dorf ist die Traubenmadonna der Pfarrkirche sehenswert, die Eistalbahn fährt an Wochenenden durchs nahe Zellertal (www.eistalbahn.com). Der südliche Teil der Deutschen Weinstraße beginnt im Elsass: Bei Wissembourg in Frankreich liegen die südlichsten Weinberge der Pfalz. Hier endet der Elsass-Express: In diesem Zug kann man ausgehend von Mainz Rheinhessen und die Pfalz im Vorbeifahren genießen, Fahrräder darf man mitnehmen (Verkehr an Wochenenden, www.rheinland-pfalz-takt.de/takt_freizeit/elsass_express.html). Der "Kraut-und–Rüben-Radweg" verläuft fast parallel zum Radweg Deutsche Weinstraße, ist jedoch etwas flacher. Im Sommer radelt man an blühenden Tabak- und Sonnenblumenfeldern vorbei, im Herbst liegt der Duft von neuem Wein in der Luft (Veranstaltungen und Stationen siehe www.kraut-und-rueben-radweg.de).

Wellness und palatia jazz
Nach einer Radtour kann man in der Pfalz zum Beispiel in den Thermen der beiden Kurstädte Bad Bergzabern (www.suedpfalz-therme.de) und Bad Dürkheim (www.salinarium.de, Sauna und Erlebnisbad) entspannen und sich mit Traubenkuren und ayurvedischen Kräuterbädern verwöhnen lassen (www.kurzentrum-bad-duerkheim.de). Pfälzer Hotels und Restaurants bieten Wein-Wellness-Programme mit Vinorobic in den Weinbergen und Traubenkernöl-Küche an (www.wellviness.de). Wer daheim Sehnsucht nach der Pfalz verspürt, kann sich Winzermüsli und Traubenkernkissen oder eine „Pälzer Kischd“ mit Wein, Feigenmarmelade, Zigarre und Riesling-Trüffeln nach Hause schicken lassen (www.pfalzmarketing.de), in den Pfalz-Club eintreten (www.pfalz-club.net) und die Sprache schon mal üben (www.palatina-rhenania.de).

Genuss für Gaumen und Ohren verspricht das kulinarische Pfälzer Jazzfestival „palatia jazz“. Jazzlegenden wie Chick Corea oder Cassandra Wilson, aber auch Newcomer haben bereits in romantischen Ruinen und Parks an der Weinstraße gesungen (www.palatiajazz.de, die Saison dauert von Mai bis August), auch in der Ruine Rietburg oder der Villa Ludwigshöhe.

Die Bayern in der Pfalz
Zahlreiche Spuren zeugen von der einstigen Zugehörigkeit der Pfalz zum Königreich Bayern. Dem bayrischen König Ludwig I. aus dem Hause Wittelsbach gefiel die Pfalz so gut, dass er eine Residenz im Stil einer italienischen Villa auf der „schönsten Quadratmeile seines Königreiches“ bei Edenkoben bauen ließ (die Villa Ludwigshöhe ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, in den Sommermonaten bis 18 Uhr).
Zwischen Edenkoben und der Villa sind entlang der Villastraße und des Weinlehrpfades Weinbergsgeräte ausgestellt (www.edenkoben.de). Zu Fuß oder mit der Sesselbahn gelangt man zur Raubritter-Rietburg (im Winter nur sonntags, im Sommer täglich), das nahe Dörfchen Rhodt ist eines der schönsten der Pfalz (www.rhodt.de). Auch den bayerischen Künstler und Impressionisten Max Slevogt zog es Ende des 19. Jahrhunderts in die Pfalz, seine Eindrücke der pfälzischen Landschaft hängen im Obergeschoss der Villa Ludwigshöhe (www.max-slevogt-galerie.de). Den „Slevogthof“ im pittoresken Leinsweiler kann man von Dienstag bis Sonntag besichtigen, von der nahe gelegenen Madenburg (Eschbach) aus reicht der Blick bis nach Heidelberg.

Kakteen in der Pfalz
Wer ein ungewöhnliches pfälzisches Reisemitbringsel sucht, wird im Kakteenland Steinfeld in der Südpfalz fündig: Für die Herzensdame Aloe Vera, für die Schwiegermutter einen Riesenkaktus - über 1000 Arten wachsen in der Kakteenwüste (www.kakteenland.de, im Sommer täglich geöffnet, im Winter nur von montags bis freitags). Das Kakteenmuseum informiert über die Wachstumsbedingungen der Pflanzen und das Leben der Ureinwohner auf Gran Canaria.

Mit dem Landauer durch Landau
Während einer Fahrt mit dem Landauer, einer Kutsche mit aufklappbarem Verdeck, kann man die ehemalige Garnisons- und heutige Universitätsstadt Landau à l'ancienne genießen (Fahrten von Mai bis Oktober am ersten, dritten und fünften Samstag im Monat, 30 Minuten kosten fünf Euro pro Person, www.landau.de). Wem der Landauer zu gemächlich ist, der braust auf einem Motorroller durch das Rebenmeer (die Pauschale „Roll over SÜW“ und andere können unter www.suedliche-weinstrasse.de gebucht werden). Der Ilbesheimer „Kalmitwingert“ zeigt Reben in 19 verschiedenen Erziehungsformen (www.ilbesheim.de, Führungen unter 06345 / 3531), so wird die Entwicklung des Weinbaus von der Antike bis heute deutlich. Schüchterne Erdmännchen, putzige Humboldtpinguine, Braunbären und ein geschmeidiger schwarzer Leopard sind im preisgekrönten Landauer Zoo zu Hause. (www.zoo-landau.de, täglich geöffnet von 9 bis 16 Uhr, sommers bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen fünf, Kinder zwei Euro).

Elwedritsche und Kuckucksbahn
Das Hambacher Schloss, bekannt als Wiege der deutschen Demokratie, liegt in den Laubwäldern oberhalb von Neustadt (www.hambacher-schloss.de). In der pfälzischen Weinhauptstadt wird Anfang Oktober die Deutsche Weinkönigin gekrönt, am darauf folgenden Sonntag zieht ein langer Winzerfestumzug durch die Straßen (www.neustadt.pfalz.com). Im Zentrum plätschert der Elwedritsche-Brunnen. Diesen geheimnisvollen Fabelwesen kann man während der Fahrt mit dem Kuckucksbähnel auf die Spur kommen: Von Gleis fünf des Hauptbahnhofs aus führt die Bilderbuch-Strecke ins idyllische Elmsteiner Tal. Die Lok verkehrt von Ostern bis Oktober an jedem zweiten Sonntag (www.eisenbahnmuseum-neustadt.de, Hin- und Rückfahrt kosten zwölf Euro, Kinder zahlen die Hälfte).
Nicht weit von Elmstein informiert das „Haus der Nachhaltigkeit“ die Besucher über innovativen Hausbau, Landwirtschaft, Tiere und alte Obstsorten (www.hdn-pfalz.de, geöffnet von März bis Oktober täglich zwischen 10 und 17 Uhr, den Rest des Jahres nur an Sonn- und Feiertagen).

Kandierte Veilchen und Saumagen
Die renommierten pfälzischen Weindörfer Forst und Wachenheim liegen eingebettet in die malerische Landschaft nördlich von Neustadt. Den Saumagen, aus Schweinefleisch und Kartoffeln hergestellt, machte Altkanzler Helmut Kohl als seine Leibspeise über die Grenzen der Pfalz hinaus bekannt. Am liebsten verspeiste er diesen im Deidesheimer Restaurant „Schwarzer Hahn“. Neben vorzüglichem Wein kann man in dem Ort (www.deidesheim.de) auch kandierte Melonen, Veilchen und Ananas frisch von der Kandierfabrik Biffar kaufen.  In Wachenheim bietet die Sektkellerei Schloss Wachenheim von März bis Oktober Führungen mit anschließender Sektprobe an (donnerstags und samstags ab 14 Uhr, sonntags ab 10:30 Uhr, 7 Euro pro Person, Anmeldung erwünscht).

Der Dürkheimer Wurstmarkt und das Riesenfass
Das größte Weinfest der Welt findet alljährlich im September in Bad Dürkheim statt (www.duerkheimer-wurstmarkt.de). Selbst 500 000 Besucher vermögen nur einen Bruchteil jener 1,7 Millionen Liter zu trinken, die das große Dürkheimer Holzfass fassen könnte. Von der Kurstadt aus lassen sich schöne Wanderungen unternehmen, zum Beispiel in das von einer Stadtmauer umgebene Freinsheim (www.freinsheim.com). In den Sommermonaten kann man nach Absprache bei einer Obstversteigerung in Weisenheim am Sand dabei sein (Näheres siehe www.weisenheimamsand.de), bei der historischen Weinernte am zweiten Oktoberwochenende werden die Trauben per Hand geerntet und auch gekeltert. Der Dackenheimer Golfplatz liegt mitten im Pfälzer Rebland, jede Bahn der 27-Loch-Anlage trägt den Namen einer Rebsorte (www.golfgarten.de).

Der Drei-Burgen-Wanderweg im Leinigerland
Neuleinigen ist auf einem alten Vulkankegel erbaut, die markante Silhouette ist schon von weitem zu sehen. Hier beginnt der Drei-Burgen-Wanderweg (Verlauf siehe www.leiningerland.com). In der Burg Altleiningen (www.altleiningen.de) ist heute eine Jugendherberge (www.djh-info.de) eingerichtet, das Freibad im Burggraben ist öffentlich.

Tipps für Kinder
Zahlreiche Tier- und Freizeitparks laden in der Pfalz zum Besuch ein: Im Holiday-Park bei Hassloch (www.holidaypark.de, Erwachsene 23, Kinder 20 Euro) wirbeln die Besucher in Fässern durch die Luft, Tierfreunde können in Wachenheim beeindruckende Adler über sich gleiten sehen und die Rodelbahn ausprobieren (www.kurpfalzpark.de, geöffnet von Ostern bis Oktober, Erwachsene 12, Kinder 10 Euro). Uhus zum Anschauen und Hasen zum Streicheln und Ponyreiten gibt es im Wildpark Silz in der Südpfalz (www.wildpark-silz.de, Erwachsene fünf Euro, Kinder die Hälfte). Exotischer sind der Pfeilgiftfrösche und die Schlangen-Babystation im Landauer Reptilium (www.reptilium.de, täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr, Erwachsene 13, Kinder 8 Euro). Eine Parkkarte gewährt bis zu zwanzig Prozent Ermäßigung in acht pfälzischen Parks (www.parkhopping.de).

Die alte Kaiserstadt Speyer ist nicht nur wegen mittelalterlichem Juden-Bad und Salierdom (heute UNESCO-Weltkulturerbe) bekannt, sondern auch wegen des Historischen Museums der Pfalz mit seinen hervorragenden Ausstellungen. Die Abteilung Weinmuseum zeigt eine mit Wein gefüllte Amphore aus der Römerzeit, das Junge Museum lädt zu Mitmach-Sonderausstellungen und Workshops ein (kindgerechte Seite siehe www.museum.speyer.de/de/jumus/fun_for_kids/). Das Museum (www.museum.speyer.de) ist außer montags täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Erwachsene zahlen sieben, Kinder drei Euro.
Im Technik-Museum nehmen Nachwuchs-Piloten am Steuer einer Boeing 747 oder des Kelly-Family-Hausboots Platz (www.museumspeyer.de, Erwachsene: 16 Euro, Kinder 11 Euro). Neben Rheinfischen kann man auch Haien und putzigen Seepferdchen in Speyer begegnen (www.sealife.de, Erwachsene 14, Kinder 10 Euro), Fütterung täglich um 12 und 15 Uhr.

Weinfest-Empfehlung
Schon Ende April feiert Kallstadt (zwischen Grünstadt und Bad Dürkheim gelegen) an zwei Wochenenden das Fest der hundert Weine, eines der ersten Weinfeste des Jahres. Die heimischen Winzer präsentieren an verschiedenen Ausschankstellen im Dorf ihre Kreszenzen. Dann kann man bei Musik sogar "Saumagen" trinken, denn eine Weinlage ist nach dem Leibgericht der Pfälzer benannt (www.kallstadt.de, Eintritt incl. freie Probe der hundert Weine kostet zehn Euro).
Nachdem die „Owwergässer Winzerkerwe“ (alljährlich Ende Mai) auf Schloss Ludwigshöhe eröffnet worden ist, beginnt das Treiben im mittelalterlichen Dorf an den Klostermauern mit Gauklern, Jongleuren und Krämern. Sonntags zieht der Festumzug durch die Innenstadt Edenkobens (nähere Infos unter http://www.edenkoben.de/). Aktuelle Feste finden Sie unter "Tipp des Monats" bei www.pfalzwein.de.

In der Umgebung
Umrandet von Annweiler, Pirmasens und Bad Bergzabern ist das Dahner Felsenland bei Wanderern und Kletterern gleichermaßen beliebt. Die roten Sandsteinfelsen bilden skurrile Formationen, etwa den markanten „Teufelstisch“ (Rad- und Wandertouren siehe www.dahner-felsenland.net). In der Stauferburg oberhalb von Annweiler am Trifels wurden einst die kostbaren Reichskleinodien aufbewahrt, hier war zeitweise König Richard Löwenherz unter dem Decknamen Heinrich IV. gefangen (www.trifelsland.de, Burg täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, im Dezember geschlossen). In der Burg Berwartstein (www.burgberwartstein.de, Führungen von März bis Oktober täglich, den Rest des Jahres nur am Wochenende) befindet sich eine Folterkammer, der Panorama-Blick in den Pfälzerwald ist fantastisch.
Die Welt mit den Augen verschiedener Tiere ansehen oder an der Energiemaschine selbst Strom erzeugen ist im Biosphärenhaus Pfälzerwald-Nordvogesen möglich (www.biosphaerenhaus.de). Auf gleiche Augenhöhe mit den Eichhörnchen begeben sich die Besucher des Baumwipfelpfads: in 30 Metern Höhe zwischen den Baumkronen eröffnen sich faszinierende Ein- und Ausblicke. Den Abstieg kann man sich mit der rasanten Baumrutsche sparen. Pfad und Haus sind das ganze Jahr zwischen 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Kombikarte Ausstellung – Pfad kostet für Erwachsene acht, für Kinder sechs Euro.
Im Abenteuerpark Kandel können die Besucher ab 8 Jahren auf verschiedenen Parcours ihr Geschick beim Klettern beweisen und sich  bis in den Profi-Parcours vorwagen. (www.abenteuerpark-kandel.de, Öffnungszeiten saisonabhängig, Erwachsene 18, Kinder 12 bzw. 15 Euro). 
Besonderen Spaß bringt eine Draisinenfahrt. Dazu hat man in der Pfalz auf zwei Strecken die Gelegenheit. Die Strecke der Südpfalz Draisinenbahn führt von Bornheim nach Lingenfeld und zurück (www.suedpfalzdraisine.de, Vorbestellung nötig, pro Tag 32-69 Euro).
Im Kreis Kusel führt die Strecke von Altenglan nach Staudernheim oder umgekehrt, je nach Datum (Infos bei der Tourist Info Kusel, Preis pro Draisine/Tag 35 bzw. 39 Euro).
Durch den Pfälzerwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, führen mehr als 12 000 Kilometer gut markierte Wanderwege, ein Netz von mehr als 100 Hütten lädt zur Einkehr ein (www.pfaelzerwald.de). Mountainbiker können sich auf bisher rund 300 Kilometer Wegstrecke austoben (www.mountainbikepark-pfaelzerwald.de).
Das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein (www.deutsches-schuhmuseum.de, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet) zeigt den Einfluss der Schuhindustrie auf Land und Leute. In der ehemaligen Schuhfabrik sind außerdem Schuhe Prominenter wie Steffi Graf oder Joschka Fischer ausgestellt.

 
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