Druckansicht: 06.03.2015

 

Immer mehr Weinfeste in "Bier-Regionen"

"Früher konnte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kein Fest ohne Bier stattfinden, heute wird statt dessen immer mehr Wein nachgefragt", sagt Julius von Bukowski. Der 79-jährige Weinliebhaber begann vor 30 Jahren eigene Events zu etablieren. "Unser Schoppenfest in Langenfeld startete mit drei Bierständen. Heute betreiben wir nur noch einen und folgen dafür der gewachsenen Nachfrage nach heimischen Weinen."
 
Bukowski war nicht immer Weinfest-Organisator. Der Rheinländer arbeitete zuvor Jahrzehnte lang erfolgreich als Buchhändler. In dieser Funktion erkannte er früh die Nähe zwischen Lese(buch)- und Weingenuss.

Quelle: privat, Julius von Bukowski, Schoppenfest LangenfeldMit der Zeit entwickelten sich Bukowskis kleine Lesungen (inkl. Weinverkostung) zu größeren Veranstaltungen. Die gewachsene Aufmerksamkeit ermutigte Julius von Bukowski eine Interessengemeinschaft (IG) Weinfreunde Langenfeld zu gründen und 1985 erstmals das sogenannte "Langenfelder Schoppenfest" auszurichten.

"Dieses Jahr feiern wir 30 Jahre Schoppenfest in Langenfeld", sagt der Senior stolz. In dieser Zeit hat sich viel getan, vor allem während der letzten 15 Jahre hat die Popularität deutscher Weine stark zugenommen," berichtet Bukowski. "Früher gab es in NRW drei erwähnenswerte Weinfeste, heute sind es über 70", so der Rheinländer.

Die aktuelle Meldung des Deutschen Weininstituts (DWI) zu der Zunahme an Wein-Events (+ 6%) erscheint ihm vor diesem Hintergrund untertrieben. Die jährliche Broschüre "Wein aktiv erleben" weise zwar jedes Jahr mehr Weinfeste aus, die Rubrik "Außerhalb der Anbaugebiete" (ab Seite 102) müsse aber aus gutem Grund noch erweitert werden, fordert der Weinfreund.

Sagt's und nennt sofort Beispiele, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen:

Mehr: veranstaltungen.deutscheweine.de

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