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Atemberaubende Weinlandschaft

Auf der ganzen Welt bekannt sind die Weine, die an den Hängen der Flussläufe von Mosel, Saar und Ruwer wachsen.
 

Besucher können sich mit dem Gleitschirm von den steilen Hängen stürzen und die atemberaubende Landschaft von Mosel, Saar und Ruwer genießen, Winzer werden im ältesten Weinanbaugebiet Deutschlands zu Bergsteigern.
Der Weltruhm der Weine liegt in dem Zusammenspiel von Sonne und Boden begründet: Der steile Winkel der Sonneneinstrahlung erwärmt die Erdoberfläche, der Schieferboden speichert die Wärme besonders gut. Auf diese Weise können sich die Reben besser entwickeln: Die Rebblüte findet früher als in anderen Anbaugebieten statt, was sich durch eine längere Reifezeit direkt auf die Traubenqualität auswirkt.

Der Bremmer Calmont: Schwindelerregend
Der Superlativ eines steilen Weinbergs ist der Calmont bei Bremm mit einer Steigung von 68 Grad. Wer den besonderen Kick sucht und schwindelfrei ist, kann ihn auf einem drei Kilometer langen schmalen Fußpfad bezwingen. Kaum zu überwindende Felsen, rutschiger Schiefer und viele Dornen: Noch vor einiger Zeit wäre es ein gefährliches Wagnis gewesen, dieses Felsenmassiv von Bremm bis Eller zu durchqueren. Nun ist der Weg mit Leitern, Stahlseilen und Trittbügeln abgesichert und begehbar (www.calmont-mosel.de). Empfehlenswert ist der Anstieg von Bremm aus. Weniger Wagemutige können die Landschaft alternativ vom Calmont-Höhenwanderweg aus genießen.

Zwischen Koblenz und Perl
Das Moseltal und die reizvollen kleinen Seitentäler halten für (Rad-) Wanderer immer neue Ausblicke bereit, unter www.mosel.de sind zahlreiche Fahrradrouten näher beschrieben und über hundert Wanderrouten aufgeführt. Der Apollo-Wanderweg zum Beispiel verläuft zwischen Valwig und Cochem und verdankt seinen Namen dem seltenen Apollo-Falter, der hier zwischen Juli und Juli zu finden ist. Wie die Moselweinstraße beginnt auch der Mosel-Radweg in Koblenz und endet nach rund 240 Kilometern in Perl, denn ab hier heißt der Fluss Moselle.

Karl Marx und der Wein
Wer mehr über Land und Leute erfahren möchte, der kann sich gemeinsam mit einem Weinerlebnisbegleiter auf den Weg machen. Diese besonderen Reiseführer kennen sich an der Mosel und im Weinbau bestens aus. Ihre Gäste haben die Wahl unter 50 verschiedenen Exkursionen, zum Beispiel „Wie der Wein Karl Marx zum Kommunisten machte“ oder „Riesling auf Korallenbänken“. Auch eine Wanderung durch das größte Buchsbaumgebiet nördlich der Alpen oder im Moselkrampen ist im Angebot. Nicht selten laden die Weinbegleiter anschließend noch zu einem guten Glas Moselwein ein (www.weinerlebnisbegleiter.de).

Bernkastel-Kues: Mosel-Saar-Ruwer auf einen Streich
Wer lange Wandertouren scheut und den Wein von Mosel, Saar und Ruwer in seiner ganzen Vielfalt lieber an einem einzigen Ort kosten möchte, hat in den Gewölbekellern des Sankt-Nikolaus-Hospitals die Möglichkeit dazu. Über 150 verschiedene Weine stehen zur Degustation in dem historischen Gemäuer bereit, in dem auch das Moselweinmuseum eingerichtet ist (www.bernkastel-kues.de). Sein mittelalterliches Stadtbild mit dem romantischen Marktplatz machen das Städtchen Bernkastel-Kues zu einem lohnenden Ausflugsziel. Kues ist überdies Heimatort des Universalgelehrten Cusanus. Sein Leben und Werk dokumentiert eine Ausstellung im Geburtshaus in Kues.

Postkarten-Panorama: Beilstein
Zwischen Cochem und Ediger-Eller, im Scheitelpunkt des „Cochemer Krampen“ und fernab jeder Hauptstraße, liegt die „Perle des Moseltals“: Einst nur auf dem Wasserweg zu erreichen, steht das Dörfchen Beilstein heute als Gesamtensemble unter Denkmalschutz. Seit den dreißiger Jahren hat der malerische Ort immer wieder als Filmkulisse gedient. Reizvolle Gebäude stehen in schönen Gruppen beieinander und sind durch enge Gassen und Stiegen miteinander verbunden.

Baden im Weinberg...
Wer nach langen Wanderungen und Besichtigungen etwas Entspannung braucht, der hat angesichts der großen Zahl von Schwimmbädern im Moselland die Qual der Wahl. Im Sommer kann man hoch über dem Moseltal im Höhenfreibad Leiwen mit Fernblick schwimmen und sich Sonnen, ebenso wie im Freibad Ellenz-Poltersdorf, das direkt in den Weinbergen liegt. Das Erlebnisbad Zeller Land wartet mit einer langen Wasserrutsche und Whirlpool auf. Mit einer Temperatur von 32 Grad Celsius tritt das Bad Bertricher Thermalwassser aus über 2000 Metern Tiefe an das Tageslicht (www.bad-bertrich.de/kur).

 ... oder in der Mosel
Die Mosel wird immer mehr zum Eldorado für Wassersportler, egal ob im Ruderboot oder auf Wasserskiern. Zwischen Alf und Bullay hat der Wasserskiclub Köln(www.mosel-wasserski.de) einen Steg eingerichtet, von dem aus man nach einer Einweisung starten kann. Zuerst übt man am Boot mit einer speziellen Lernstange (Barfuss-Stange), dann folgt das Lauftraining an der langen Leine. Eine Schnupperkarte kostet 20 Euro, die Tageskarte 75 Euro, Neoprenanzug und Skimaterial sind im Preis inbegriffen.
Wer es eher gemütlich mag, kann auf einem der zahlreichen Fahrgastschiffe auf der Mosel entlang schippern und während der Fahrt den Wechsel von Rebhängen, Felspartien und bewaldeten Höhenzügen sowie die malerisch gelegenen Weinorte und vielen Burgen oder Burgruinen über den Weinlagen genießen. Besonders lohnt es sich, in Trier (Porta Nigra), Traben-Trarbach (bezaubernde Jugendstilbauten) oder Cochem (Reichsburg) einen Halt einzulegen.

Mosel-Festivals
Für lukullische Genüsse sorgt im April und Mai das Wein-Gourmetfestival. Die Festivaltage eröffnen eine Bandbreite von Veranstaltungen an Orten, wo römische Kaiser Badekultur zelebrierten, Fürsten rauschende Feste feierten und Mönche die Weine der Region genossen (www.wein-gorumetfestival.com ). Dass die Moselaner zu feiern verstehen, zeigen sie außerdem alljährlich bei den Mosel-Festwochen (www.mosel-festwochen.de ): Von Anfang Juni bis in den Oktober hinein finden mehr als 60 Musikveranstaltungen und Theateraufführungen statt.

Den Absprung wagen
Sie wollten sich schon immer einmal vom Bremmer Calmont aus in die Tiefen des Moseltals stürzen? Aus der Vogelperspektive können Wagemutige das Moseltal das ganze Jahr hindurch betrachten. Die Drachen- und Gleitschirmflieger „Moselglider“ bieten Tandemsprünge für Anfänger an, Fortgeschrittenen helfen sie gerne bei der Suche nach einem günstigen Absprungplatz. Anmelden kann man sich unter www.moselglider.de,  ein Tandemsprung kostet um die 70 Euro.

Tipp für Kinder
Große Trampolinanlagen, Karussells, eine Schlauchboot-Wasserrutsche und viele exotische und heimische Wildtiere erwarten die Kinder in Klotten. Der Wild- und Freizeitpark (www.freizeitpark-klotten.de ) liegt im Wald auf einem Bergrücken und ist entweder von Klotten aus mit dem Auto zu erreichen oder mit einer Sesselbahn, die in Cochem startet.

Weinfest-Empfehlung
Stolz auf ihre Attraktion, eine voll funktionstüchtige Kelteranlage aus dem vierten Jahrhundert, feiern die Piesporter jedes Jahr am zweiten Oktoberwochenende ihr „Römisches Kelterfest“. In römischem Gewand steigen sie in die Kelteranlage und zertreten die frisch geernteten Trauben. Ein Riesenspaß nicht nur für das gemeine Volk, sondern auch für Weinkönigin und Cäsar-Double.

Außerdem
Der Veranstalter Kreativkultours bietet Themen-Führungen (auch in englischer Sprache) durch Trier an: „Auf den Spuren des Dionysos“, „Von Rittern und Königssöhnen“ oder „Des Nachts durch Triers Gassen“ (www.kreativkultours.de). Von Ortsführungen, Theater, Wellness und Beauty über Angeln, Nordic Walking, Fliegen, Motorrad und Roller fahren bis hin zu Urlaub beim Winzer: Unter www.mosel.de sind Ansprechpartner und Adressen detailliert aufgeführt. Auch Pauschalangebote können hier direkt gebucht werden, zum Beispiel „Kuschelwochenende im Himmelbett“, „Wandern auf dem Moselhöhenweg ohne Gepäck“ oder „Radurlaub im Weingut an der Mittelmosel“.
Überdies empfehlenswert: www.mosellandtouristik.de. Gemeinsam mit Mosel-Saar-Ruwer-Wein e.V. bietet dieser Veranstalter explizit Reisen zum Wein an: Sie können verschiedene Weingüter besuchen und haben Gelegenheit, die Weine von Mosel, Saar und Ruwer zu verkosten und ihre spezifischen Eigenheiten kennen zu lernen. Wer gerne mit Motorroller oder Trike durchs Moselland brausen möchte, findet hier entsprechende Ansprechpartner.
Auf den Spuren der Römer reist man von Kenn bis Leiwen: Die Römische Weinstraße streift insgesamt 18 Orte und ist für Geschichtsinteressierte ein Muss (Beschreibung siehe www.schweich.de). Natürlich darf Trier bei einer Besichtigung nicht fehlen. Die älteste Stadt Deutschlands wurde vor über zweitausend Jahren als Stadt des Kaisers Augustus gegründet und hieß Augusta Treverorum. Heute zeugen zahlreiche Überreste von Thermen und religiösen Bauten von der außergewöhnlichen Vergangenheit Triers.

Zur Sommerrodelbahn in Saarburg können Kinder und Erwachsene im Sessellift hochschweben und anschließend rasant abfahren. Die 530 Meter lange Bahn ist von April bis Oktober täglich geöffnet, den Rest des Jahres kann nur sonntags gerodelt werden (www.sommerrodelbahn-saarburg.de).
Überdies lohnt Saarburg auch seines pittoresken Stadtbildes wegen einen Besuch: Über Felskaskaden rauscht der Wasserfall des Leukbachs mitten in der Stadt über 20 Meter in die Tiefe. Wer Land und Leute etwas näher kennen lernen möchte, dem dürfte ein Urlaub auf den vom Verein „Natururlaub auf Bauern- und Winzerhöfen“ ausgewählten und geprüften Betrieben gefallen: www.naturlaub.de. Mal kann man mit ansehen, wie ein Kälbchen geboren wird oder bei der Weinlese im Moseltal mithelfen.

In der Umgebung
Das Pulvermaar in Gillenfeld, in einem ringsum von hohen Kraterwänden eingeschlossenen Kessel gelegen, ist nach dem Bodensee und den Voralpenseen der tiefste natürliche See Deutschlands. Urlauber nutzen es gerne zum Angeln, Wandern und Bootfahren (www.ngp-ve.de.) Bei einer Wanderung von Karden nach Moselkern lohnt es sich, einen Abstecher über die Burg Eltz (www.burg-eltz.de) zu machen, ein Stück abseits der Mosel im Wald auf einem steilen Felskegel gelegen. Mit ihren acht spitzen Türmen ist sie eine der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands (geöffnet von April bis November). Zwar ist die Steigung des Weges dorthin zu Beginn recht stark, doch schon bald flacht sie wieder ab und der Weg hat zumeist Gefälle. Für die 14 Kilometer sollte man mit drei bis vier Stunden reine Wanderzeit rechnen, von Moselkern aus kann man per Bahn zurück nach Karden fahren.

 
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