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Land der Philosophen und Dichterfürsten

Von Tauberfranken im Norden über das Zabergäu bis hin zum Bodensee ganz im Süden reicht eines der ausgedehntesten Weinanbaugebiete Deutschlands.
 

Wer nach Württemberg reist, darf sich entscheiden: Zwischen Klosterladen und Vinothek, Vergnügungspark und Literaturarchiv, Mercedes und Porsche und zwischen den zahlreichen Routen und Teilstrecken der heimischen Weinstraße.

Württemberger Weinstraße
Diese beginnt in Weikersheim bei Bad Mergentheim  und führt über mehr als 500 Kilometer hauptsächlich am Neckar und seinen reizvollen Seitentälern entlang. Nach Hohenlohe  verläuft die Route ins Weinsberger Tal und über den Heuchelberg bis ins Zabergäu.
Nach dem Enztal geht es hinein in die Täler von Bottwar, Rems  und Murr. Dann führt die Weinstraße über Stuttgart bis ins Obere Neckartal und endet in Metzingen, östlich von Tübingen gelegen.

Auf den Spuren des Götz von Berlichingen
Auch für Rad- und Wandertouren haben die Württemberger ihr Ländle bestens präpariert und ausgeschildert. Den Neckar und seine Nebenflüsse säumen zahlreiche Rad- und Wanderwege. Auf dem ruhigen Jagst- und Kochertalradweg  kann man die Wirkungsstätten des Götz von Berlichingen abradeln. Im Geburtsort Jagsthausen  lassen die Burgfestspiele von Juni bis August Goethes Götz lebendig werden. Wer möchte, darf auf Nachfrage bei der Gemeinde Jagsthausen an ausgewiesenen Stellen in der sauberen Jagst baden. Wenn es dort zu kalt ist, kann man im Badepark „Solymar“ in Bad-Mergentheim ausspannen.

Schiller in Marbach....
Besonders empfehlenswert beim Neckartal-Radweg ist der Abschnitt von Heilbronn bis Marbach, stets markiert mit einem grünen Fahrrad. In Heilbronn zeugen die Renaissance-Kunstuhr am Rathaus und die Kilianskirche vom vortrefflichen Wiederaufbau der während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Altstadt. Die Felsengärten über dem schmalen Flussbett bei Hessigheim und Besigheim weiter südlich gehören zu den schönsten Weinlandschaften Deutschlands. Hoch über dem Neckar gelegen, dreht sich im schmucken Marbach fast alles um Schiller: Sein Geburtshaus kann besichtigt werden und von April bis November finden  jeweils am zweiten Samstag des Monats spezielle Kinderführungen in historischen Kostümen statt. Im Schiller-Nationalmuseum  finden bis zum Schillerjahr 2009, bedingt durch Innensanierungsarbeiten, ausschließlich Sonderausstellungen statt. Den Geburtstag Schillers (10. November) feiert Marbach ausgiebig mit Musik, Lesungen und Blumen.
Seit Juni 2006 ist die Marbacher Schillerhöhe mit ihren weltweit bedeutenden literarischen Einrichtungen um eine Attraktion reicher: Das neue Literaturmuseum der Moderne macht in einer Dauerausstellung und kleineren ergänzenden Wechselausstellungen die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts zum Erlebnis.
Jeden Sonntag um 11 Uhr werden eine öffentliche Führung und an verschiedenen Terminen diverse Workshops zur Literaturvermittlung für Kinder und Jugendliche angeboten.

...und Hesse
im Zisterzienserkloster Maulbronn Im reizvollen mittelalterlichen Ambiente des Klosters Maulbronn, heute UNESCO-Weltkulturerbe, finden von Mai bis September die Maulbronner Klosterkonzerte statt . An den Wochenenden bringt dann sogar eine eigentlich stillgelegte Bahnlinie die Besucher fast bis vor das Klostertor. Berühmte Männer wie Kepler, Hölderlin und Hesse besuchten die Klosterschule. Obwohl Hesse nur knappe neun Monate Seminarist im Zisterzienserkloster war, hat er diesen Aufenthalt häufig in sein literarisches Schaffen einfließen lassen. Die Abtei ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 15 Uhr für Besucher geöffnet, von März bis Oktober auch montags.

Trollinger das schwäbische Nationalgetränk
Während der Weinkonsum im Bundesschnitt bei rund zwanzig Litern liegt, trinkt oder „schlotzt“ man im Ländle nach dem Motto „Zum Durscht darf´s gar net erscht komme“ mehr als dreißig Liter Wein jährlich, der Wein der Rebsorte „Trollinger“ gilt sogar als „Nationalgetränk“. In und um Heilbronn findet jedes Jahr im Mai dazu passend der beliebte Trollinger-Marathon statt. Kleine Sportler, die hoch hinaus wollen, können sich auf Trampolinen oder einem Kletterberg austoben , die Großen in der Kletterarena nahe dem Kohlekraftwerk. Der große Breitenauer See im Sulmtal bietet Abkühlung und ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge.

Wein-Villa und Mercedes-Museum
Wer nach so viel Sport Lust auf Heilbronner Weine bekommen hat, findet bei den Württemberger Winzern oder in der Heilbronner Wein-Villa  eine große Auswahl. In dem alten Gründerzeitpalais bieten Heilbronner Winzer und Kellereien über 100 verschiedene Weine mit dazu passenden Speisen an. Geöffnet ist die Villa von Dienstag bis Samstag zwischen 11:30 und 22 Uhr. Nicht minder nobel präsentieren sich Porsche-Museum in Zuffenhausen und Mercedes-Benz-Museum im Stuttgarter Vorort Untertürkheim (www.mercedes-benz.com/classic), in dem unter anderem die ersten beiden Autos der Welt ausgestellt sind. Am Obertürkheimer Bahnhof beginnt der Rundweg durch Stuttgarts Weingärten (www.stuttgarter-weinwanderweg.de).

Leben wie Gott in Württemberg
Bevor man in Stuttgart Station macht, lohnt ein Abstecher über das „schwäbische Versailles“. Schloss Ludwigsburg ist ein riesiges Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert, die Gartenschau „Blühendes Barock“ ein Augenschmaus, geöffnet von März bis November. Im Märchengarten wohnen Max und Moritz, Sterntaler und Witwe Bolte. Genauere Infos über Württembergs Schlösser und Burgen bietet die private Homepage www.historisches-wuerttemberg.de.

Shopping-Exzess und Ethno-Museum In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart verfallen vor allem Damen schnell dem Kaufrausch. Wer nun wissen möchte, wie man schnell zu viel Geld kommt, sollte freitags um 14 Uhr eine (kostenlose) Führung bei den Experten der Stuttgarter Börse besuchen. Stuggi-Town bietet außerdem jede Menge Kultur: Das Lindenmuseum erklärt die Weltkulturen in ihren Zusammenhängen, www.stuttgart-tourist.de bietet Weinerlebnistouren an: Wie wäre es mit einer Wanderung über den Württemberg nach Uhlbach ins außerordentlich sehenswerte Weinbaumuseum? Die Weinstube ist von April bis Oktober am Wochenenden und an Feiertagen geöffnet.

Tipps für Kinder
Im Erlebnis – und Wildpark Tripsdrill, zwischen den Weingärten von Cleebronn und Bönnigheim gelegen, kann man unter anderem Seifenkisten steuern und im Waschzuber raften. Fast täglich bekommen um halb drei die Wildtiere ihr Futter, außerdem gibt es brummende Braunbären, Wölfe und Luchse zu sehen. Erwachsene können derweil die umliegenden Weinberge genießen, im Vinarium Wein verkosten oder eine Weinkübelfahrt machen.

Um 1200 wurde die Burg Guttenberg gebaut, um die Kaiserpfalz in Bad Wimpfen zu sichern. Heute erzählt die Ausstellung „Leben auf der Ritterburg“ die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner. Adler, große Geier und Uhus kreisen bei den Flugvorführungen über dem Neckartal und den Köpfen der Besucher. Wer nach Burgbesuch und Flugvorführung so richtig müde ist, kann im Ritterlager auf Heu schlafen (Erwachsene zahlen 18 Euro, Kinder 12 Euro pro Nacht).

Weinfest-Empfehlung
Heilbronn feiert jedes Jahr im September mit dem „Heilbronner Weindorf“ eines der am häufigsten besuchten Weinfeste Deutschlands. Rund 30 Wengerter (Winzer) und Genossenschaften schenken Hunderte verschiedener Weine und Sekte aus. Beim Traubenblütenfest im Juni findet hier auch die Buttenlaufmeisterschaft statt: Die Teilnehmer müssen mit einer (gefüllten!) Wengerterbutte auf dem Rücken einen Hindernisparcours bewältigen. Nähere Infos unter www.heilbronn-marketing.de. Außerdem unter www.tour-de-wein.de sind zahlreiche Rad- und Wanderrouten zum Württemberger Wein aufgeführt und näher beschrieben. Die Tourismusverbände Hohenlohe und Heilbronn bieten hier Pauschalen für Radtouren und Aktionen wie „Weinlese hautnah“ oder „Pralinen-, Wein und Essigprobe“ an.
Unter www.weinreisen-wuerttemberg.de können neben Radtouren auch Weinbaustudienreisen und Wanderungen auf den Spuren der Dichter und Denker gebucht werden. Wen die große Zahl der Angebote etwas verwirrt, dem bietet die Seite www.reise-baden-wuerttemberg.de einen sehr guten Überblick.
In 200 Metern Tiefe verläuft das Ganglabyrinth des Salzbergwerks Bad Friedrichshall-Kochendorf (nördlich von Heilbronn). An Wochenenden und Feiertagen von Mai bis Oktober können die Besucher während eines anderthalb Kilometer langen Rundganges die Glitzerwelt des Salzes erleben und mehr über die Arbeit der Bergleute im Wandel der Zeit erfahren. Attraktion für kleine Besucher ist die Rutsche im Kuppelsaal. Der Eintritt beträgt für Erwachsene sieben Euro, für Kinder (6-18 Jahre) 4,50 Euro.
Aus einer anderen Perspektive können Wasserratten die Täler von Neckar, Jagst und Kocher während einer Kanutour erkunden. Tagestouren im Dreier-Kanadier kosten ab 26 Euro pro Person, auch kombinierte Rad- und Kanutouren sind möglich. Bei der Mark-Twain-Tour paddelt man einen oder mehre Tage auf dem Neckar und kann am Abend Lagerfeuerromantik in einem Tipi genießen.

In der Umgebung
Ein Reiseziel, das noch gar keines ist, liegt nördlich von Möckmühl in Osterburken (an der Autobahn Heilbronn-Würzburg). Vom Mittelalter begeisterte Menschen sind hier das ganze Jahr über damit beschäftigt, einen Mittelalter-Park aufzubauen. Unter www.mittelalterpark.de kann man die bisherigen Arbeitsschritte nachvollziehen und an den Sommerwochenenden bei den Vorbereitungen zum Bau einer mittelalterlichen Stadt zusehen.

 
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