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Teuerster Deutscher Spätburgunder versteigert

06.03.2016

Rekord bei der Frühjahrsversteigerung der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach. Der 1946er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Natur erzielte einen Preis von 3.570 Euro und war damit der teuerste Deutsche Rotwein. Bei 6.545 Euro wechselte die 1936er Spätburgunder Weißherbst Rotweiß-Edelbeerenauslese aus der gleichen Lage den Besitzer.


Der Erlös geht an den Förderverein, der mit seinem Engagement die Arbeit der Vincenzschule Aulhausen unterstützt. Er ermöglicht den  Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung viele neue Möglichkeiten für einen reicheren und leichteren Schulalltag.

"Diese wichtige Aufgabe für die Gesellschaft braucht von uns viel Unterstützung", so Dieter Greiner, der Geschäftsführer der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach. "Seit 15 Jahren unterstützen wir mit der Benefizauktion eine soziale Einrichtung in unserer Heimat. Besonders freuen wir uns in diesem Jahr, die Vinzenzschule mit diesem stattlichen Betrag unterstützen zu dürfen und mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses wertvolle Engagement zu lenken."

Dieser Rekord sollte jedoch noch in derselben Versteigerung übertroffen werden. Was bringt der älteste angestellte Jubiläumswein aus dem Jahr 1936? Auf die Antwort warteten die Teilnehmer an der diesjährigen Frühjahrsweinversteigerung der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach im Laiendormitorium des Klosters ungeduldig: Auktionator Prof. Dr. Leo Groß trieb die Spannung bis zum Äußersten, bis er den Hammer fallen ließ: Bei  6.545 Euro wechselte die 1936er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Weißherbst Rotweiß-Edelbeerenauslese den Besitzer. Das Unikat ist nicht nur aufgrund seines Alters eine Besonderheit: Schon John F. Kennedy hatte 1963 anlässlich seines Wiesbaden-Besuches eine Flasche des herausragenden edelsüßen Spätburgunders aus seinem Geburtsjahrgang 1917 als Präsent erhalten. Es ist damit der wertvollste deutsche Spätburgunder.

Insgesamt wurden 32 Weine zur Versteigerung angestellt, von denen der Großteil in der Vorprobe und während der Versteigerung ausgeschenkt wurde. 2.302 Flaschen wechselten insgesamt den Besitzer und erzielten mit 102.822 Euro den zweithöchsten Umsatz seit 15 Jahren. Auch die anderen Raritäten, Unikate und Jubiläumsjahrgänge, die zur Versteigerung angestellt wurden erzielten stolze Preise, wie zum Beispiel:

1966er Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Eiswein 0,7 l: 619 Euro
1986er Rauenthaler Baiken Riesling Eiswein 0,75 l:  619 Euro
2009er Rauenthaler Baiken Riesling Erstes Gewächs 3,0 l: 500 Euro
2011er Steinberger Riesling Trockenbeerenauslese 0,375 l: 369 Euro
1996er Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Eiswein 0,75 l: 238 Euro

Die Weinversteigerung der Hessischen Staatsweingüter findet seit 210 Jahren im Kloster Eberbach statt und zieht jedes Jahr rund 500 Weinfreunde in den Rheingau. Sie gilt als „nasse“ Versteigerung, da mit Ausnahme der Unikate alle Weine vor dem Aufruf des Auktionators ausgeschenkt und von allen Teilnehmern probiert werden können. So können auch noch kurzfristig Gebote für diese exklusiven Weine abgegeben werden. Bestätigt wird die Qualität und Exklusivität der Weine, die ausschließlich anlässlich der Versteigerung angeboten werden, durch ein besonderes Siegel auf der Flasche.

Mehr Informationen:
Hessische Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach
Kloster Eberbach
65346 Eltville
Tel: +49 (0) 6723 / 6046-0
www.kloster-eberbach.de


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