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4 Fragen an Sommelier Gerhard Retter, Fan der Generation Riesling

04.09.2015

Gerhard Retter, Sommelier und Betreiber der trendigen "Cordobar" in Berlin sowie der Fischerklause am Lütjensee bei Hamburg ist ein hoch angesehener Kenner der Weinszene. Bereits zweimal moderierte er jetzt ein Seminar im Rahmen der Generation Riesling-Präsentation in Hamburg. Seine Begeisterung für die Generation Riesling und deren Weine ist dabei deutlich spürbar.


Herr Retter, was gefällt Ihnen an der Generation Riesling?

"Mir gefallen die Vielfältigkeit, Aufbruchstimmung und Innovationsfreude der jungen Winzerinnen und Winzer. Sie pflegen einen lockeren und unkonventionellen Umgang mit dem Thema Wein. Sie müssen nichts hochstilisieren, sind sich aber der hohen Qualität bewusst, die sie produzieren."

Was kennzeichnet aus Ihrer Sicht die Weine der Generation Riesling?

Trotz der großen Zahl junger Winzer - lassen sich die Weine charakterisieren, haben sie etwas Typisches, das allen mehr oder weniger gemeinsam ist?

"Die Weine der Generation Riesling Winzer sind durch die Bank technisch auf einem sehr hohen Niveau. Hier merkt man die gute Ausbildung und die nachhaltige Herangehensweise. Die Winzer der Generation Riesling schaffen authentische Weine. Sie machen sich die moderne Kellertechnik zunutze, wo es sinnvoll und nötig ist, um aus den Naturgegebenheiten größere und bessere Weine herauszuholen. Dabei nehmen sie Gegebenes auf, ohne zu imitieren und verleugnen ihre Wurzeln nicht. Sie arbeiten ideologiefrei und sind in einem guten Maß experimentierfreudig. Sie wissen auch, dass sie am Ball bleiben müssen, da der Erfolg nicht automatisch nachhaltig ist."

Welche Trends setzen die jungen Winzer der Generation Riesling? Welche werden sich durchsetzen?

"Ein Trend ist sicherlich die Rückbesinnung auf die Wurzeln des Winzerhandwerks, auf das Authentische, aber auch auf das Urbane. Die junge Winzergeneration reaktiviert das Potenzial, das früher vielleicht nicht immer ausgeschöpft wurde, und dringt so zu Konsumenten durch, die vielfach vernächlässigt wurden. Lange haben wir die jüngere Generation den Alkopops überlassen! Dabei sind ein trockener Riesling oder Silvaner oder eine halttrockene Scheurebe doch bestens geeignet, einen 25jährigen zu begeistern! Die Generation Riesling nutzt außerdem die Entwicklung zu regionalen Produkten, ohne Abstriche bei der Qualität hinzunehmen."

Was raten Sie den jungen Winzerinnen und Winzern?

"Die jungen Winzer wie die jungen Konsumenten sollten weiterhin zu ihrem Geschmack stehen und sich nicht abhängig von schnelllebigen Hypes machen. Das ist wichtig, denn die Reben wachsen nicht so schnell wie die eigene Homepage!"

Mehr über die Generation Riesling

Sommelier Gerhard Retter moderierte bereits zweimal ein Seminar im Rahmen der Generation Riesling-Präsentation in Hamburg und ist bekennender Fan der jungen Winzerinnen und Winzer.