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Höhepunkte der Weinkultur
Das Deutsche Weininstitut (DWI) zeichnet 2010 erstmals "Höhepunkte der Weinkultur" aus.
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Große Dichter, große Weine

Die Verbindung von Wein und Kultur hat eine lange Tradition. Wer große Dichter, Komponisten oder Bauwerke schätzt, trinkt auch gerne einen dazu passenden Wein; als Begleiter zur Lektüre, eines klassischen Konzertes oder als Souvenir einer Städtetour. Das Deutsche Weininstitut (DWI) nennt Ihnen einige Fundstellen.
 
Runde Geburtstage von Komponisten, Dichtern und Denkern, aber auch Jubiläen berühmter Bauwerke werden mitunter mit einem Jubiläumswein gefeiert. So boten beispielsweise die in Württemberg ansässigen Fellbacher Weingärtner (www.fellbacher-weingaertner.de) im letzten Jahr zum 250. Geburtstag von Friedrich von Schiller einen Schillerwein an. Das lag nahe, bezeichnet man doch in Württemberg mit dem Begriff „Schillerwein“ einen Roséwein, der aus roten und weißen Trauben gekeltert wird.

Auch Goethe schätzte bekanntlich viele Weine, unter anderem die fränkischen aus der Lage Würzburger Stein: „Kein anderer Wein will mir schmecken …“ ist dazu überliefert. Während seiner Rheinreisen 1814/15 bezog Goethe einen seiner Lieblingsweine aus dem Brentano'schen Weingut in Oestrich-Winkel (www.brentano.de). Vor allem der Jahrgang 1811 mundete dem Dichter. Das Weingut Baron von Brentano führt auch heute noch verschiedene Goethe-Weine, Rieslinge in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Die Weine können auch auf dem Gut bei literarischen Weinproben oder Führungen durch die historischen Räumlichkeiten verkostet werden.

Der Komponist Richard Wagner besuchte 1862 das Weingut Steinmühle im rheinhessischen Osthofen (www.weingut-steinmuehle.de) und brachte ein noch unveröffentlichtes Opus, die heute weltbekannte Oper "Walküre" mit. In Erinnerung daran zeichnet das Weingut jedes Jahr einen großen Wein als Opus aus. Aktuell handelt es sich um Opus 735, einen selektierten Grauburgunder aus dem Jahrgang 2009. Der Wein wird u.a. bei der Reihe "OPER lieben" an der Frankfurter Oper und bei einigen Wagner-Aufführungen ausgeschenkt. Beste  Beziehungen pflegte das Weingut Wegeler in Oestrich-Winkel (www.wegeler.com) zu Ludwig van Beethoven. Franz Gerhard Wegeler und Beethoven waren ein Leben lang befreundet und Beethovens letzte Weinlieferung, die er leider nicht mehr genießen konnte, kam aus dem Rheingau. Bis dato gibt es allerdings noch keinen Beethovenwein bei Wegeler.

Die Musikszene feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag des Komponisten Fryderyk Chopin. In Zusammenarbeit mit dem polnischen Generalkonsulat in Köln entwickelte die Pfalzweinwerbung zwei Chopinweine. Die DC-Pfalz Chopin-Weine sind mit einem Künstleretikett aus Polen ausgestattet. Hersteller des Chopin-Rieslings ist das Weingut Naegele in Neustadt-Hambach (www.naegele-wein.de), das Weingut Darting in Bad Dürkheim (www.darting.de) führt den Chopin-Spätburgunder. Auch sind die Weine bei einigen Konzerten des Jubiläumsjahres im Ausschank und werden als Geschenkset über www.pfalz.de vertrieben. 

Die Weine zum Stauferjahr 2010
Die Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen tragen gemeinsam die Ausstellung zum Stauferjahr 2010 der Mannheimer Reiss-Engelhorn- Museen. Im Vorfeld der  viel beachteten Geschichtsschau haben die drei Bundesländer auch Stauferweine auf den Markt gebracht. Württemberg vertreten die Weingärtner Fellbach mit einem 2009er Lämmler Trollinger. In Rheinland-Pfalz wurden Weinlagen ausgesucht, die schon zur Stauferzeit bekannt waren.

Die beiden Stauferweine sind ein 2009er Riesling Kabinett trocken vom Weingut Lidy aus Frankweiler (www.weingut-lidy.de) und ein 2008er Pinot Noir vom Weingut Siegrist aus Leinsweiler (www.weingut-siegrist.de). Hessens Stauferwein ist eine 2009er Riesling Spätlese trocken, abgefüllt von den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach aus der Einzellage Rauenthaler Gehrn. Alle Stauferweine sind für die Zeit der Ausstellung „Die Staufer und Italien“ bis Februar 2011 auch im Museumsshop der Reiss-Engelhorn-Museen erhältlich.

Domweine zur Erhaltung historischer Bausubstanz
In verschiedenen Städten geht ein Teil des Verkaufserlöses der Domweine an die Dombauvereine, die sich um die Erhaltung der Bauwerke kümmern. Die Wormser Domweine werden u. a. bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung, der Wormser Domtafel, im Oktober ausgeschenkt. Jedes Jahr gibt es einen neuen Domwein, in diesem Jahr sind es ein Schwarzriesling 2007 sowie ein Sauvignon Blanc 2008 aus dem Weingut Schales (www.schales.de). Der Wein für den Dom zu Speyer kommt von Pfälzer Winzern. 2010 liefert das Weingut Heinrich Spindler (www.spindler-weine.de) aus Forst die beiden Domweine, 2009er Riesling Kabinett und Weißburgunder.

Dr. Ulrich Stein (www.stein-weine.de) aus Alf an der Mosel weiß, dass zum umfangreichen Besitz der Domkirche zu Köln einst auch Weinberge in dem Moselort Senheim gehörten. Stein vermarktet Riesling aus „uralten Rebstöcken“ als Domwein, vornehmlich im Großraum Köln. Das Etikett stammt von dem Kölner Sänger und Maler Wolfgang Niedecken. Der Trierer Domwein heißt „Domstein", benannt nach einer vor dem Dom liegenden Granitsäule und kommt von den Bischöflichen Weingütern (www.bischoeflicheweingueter.de). Er wird in vielen Trierer Gaststätten, Restaurants und Weinstuben ausgeschenkt.  In Mainz arbeitet der Dombauverein mit dem Weingut Fleischer (www.weingut-fleischer.de) zusammen. In Magdeburg sind passend zum Baustil von Dom und anderen historischen Gebäuden Gotik- und Romanikweine erhältlich. Lieferant der Saale-Unstrut-Weine ist das Landesweingut Kloster Pforta (www.kloster-pforta.de). Schloss Wackerbarth (www.schloss-wackerbarth.de) führt eine Sekt-Edition Dresdner Frauenkirche.

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